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    Lenker ignorieren Straßensperren: Helfer errichten Schneebarrikaden

    Lenker ignorieren Straßensperren: Helfer errichten Schneebarrikaden

    INNVIERTEL. Weil Straßensperren im Innviertel ignoriert werden, greifen die Helfer zum allgemeinen Schutz nun zu einer ungewöhnlichen Methode.

    Mehrere Straßenverbindungen aus dem Raum Ried Richtung Vöcklabruck und Salzburg sind gesperrt – auch wenn die Frankenburger Straße via Pramet gestern wieder befahrbar war sowie auch die Sauwald-Verbindung von St. Roman nach St. Aegidi, mahnen die Verantwortlichen zur Vorsicht: zumal etliche Autofahrer bestehende Routensperren ignorieren.

    Problem ist derzeit nicht die Schneeräumung, sondern die Gefahr durch Bäume, die durch den Schneedruck akut umzustürzen drohen. "Trotz zusätzlicher Warntafeln wird weitergefahren. Alles, was sich per Hand wegräumen lässt, wird weggeräumt. Es wird gefahren, bis es der erste über der Straße liegende Baum nicht mehr zulässt. Wir sind dazu übergegangen, massive Schneebarrikaden zu errichten, um die Weiterfahrt zu unterbinden", so Karl Schreinmoser, Leiter der Straßenmeisterei Ried, auf OÖN-Anfrage.

    Auch der Rieder Bezirkspolizeikommandant, Stefan Haslberger, warnt: Es gehe hierbei nicht nur um die Missachtung von Verkehrszeichen und die Eigengefährdung. "Bei dadurch nötigen Rettungseinsätzen geht es auch um Fremdgefährdung. Verschuldete Einsätze können teuer werden. Die Tafeln, die auf die Sperre hinweisen, sind nicht zum Spaß aufgestellt."

    Noch keine Entspannung

    Auf die gesperrten Strecken brechen immer wieder massive Äste herab, Bäume neigen sich bedrohlich, so der Rieder Straßenmeister Schreinmoser. "Wir beurteilen die Lage regelmäßig. Derzeit ist keine Entspannung in Sicht. Und es wäre wegen der Baumsituation zu gefährlich, Mannschaften zum Freimachen hineinzuschicken." Bäume seien teils mitsamt dem Baumstock umgestürzt.

    Auf der wichtigen Verbindung von Ried nach Salzburg liegen zwischen Lohnsburg-Stelzen und Lengau-Höcken viele Bäume auf der Straße – "auch mächtige. Es gibt auf dieser Strecke massive Schäden. Mit der Motorsäge allein geht dort nichts mehr. Es bedarf schweren Geräts – das kann auch nur eingesetzt werden, wenn es die Gefahrenlage zulässt", so Schreinmoser. An Dimensionen wie diese könne er sich in Zusammenhang mit der Verbindung Ried–Salzburg seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn nicht erinnern.

    Experten warnen derzeit auch eindringlich vor Spaziergängen im Wald. So auch Straßenmeister Schreinmoser. "Ich habe mir ein Waldstück angesehen, weil der allgemeine Zustand für mich beruflich interessant ist. Viele Wipfel sind abgebrochen. Ich fürchte, es ist mit größeren Schäden zu rechnen." Was die Straßen betrifft, ist auch im Sauwald abgesehen von stellenweisen Verwehungen nicht die Schneeräumung das Problem, so der Münzkirchner Straßenmeister Peter Bauer. "Die Schneeräumung haben wir im Griff. Das große Problem ist der Schneedruck auf den Bäumen."

    Hilfe für Helfer: Die Feuerwehr Ried musste in der Nacht zum Donnerstag in Eberschwang einen von der Straße abgekommenen Schneepflug mittels Kranfahrzeug bergen.

    Dieter Seitl, 11.01.2019, 00:04 Uhr

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