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    Westring-Einspruch: Verhandlung im August

    Westring-Einspruch: Verhandlung im August

    LINZ/WIEN.Die Asfinag hofft, dass sich die nunmehrige Verzögerung auf zwei bis drei Monate beschränkt. Jetzt ist das Bundesverwaltungsgericht am Zug.

    Der OÖNachrichten-Exklusivbericht war gestern Tagesgespräch: Weil ein unterlegener Anbieter Einspruch gegen die Vergabe des Bauauftrags für die Westring-Brücke eingelegt hat, verzögert sich der Baustart einmal mehr. Der geplante Baubeginn am 15. Oktober ist jedenfalls nicht zu halten.

    Die staatseigene Autobahngesellschaft Asfinag hofft aber, dass sich die nunmehrige Verzögerung auf zwei bis drei Monate beschränkt. Anfang August gibt es den ersten Verhandlungstermin am Bundesverwaltungsgericht, das für das Nachprüfungsverfahren zuständig ist. "Wir hoffen, dass eine Entscheidung bis September vorliegt", sagt Asfinag-Projektleiter Martin Pöcheim.

    Wie berichtet, hat die Asfinag einem Konsortium aus österreichischen und italienischen Partnern den Zuschlag für die Westring-Brücke samt deren Tunnelanbindung an die Bundesstraßen B 127 und B129 erteilt. Das Angebot dieses Konsortiums liegt bei 133 Millionen Euro und damit unter den von der Asfinag mit 145 Millionen Euro veranschlagten Kosten. Zudem wird eine Bauzeitverkürzung angeboten. Es handle sich nicht nur preislich, sondern auch qualitativ um das beste Angebot, heißt es bei der Asfinag.

    Baubeginn "hoffentlich heuer"

    Ohne Einspruch wäre der Auftrag dieser Tage fix vergeben worden. Die Baufirma hätte die Zeit bis Mitte Oktober genutzt, um die Baustelle vorzubereiten und die Bauabläufe detailliert festzulegen. Das verzögert sich nun.

    "Jeder unterlegene Bieter kann Beschwerde gegen die Vergabe einlegen", sagt Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP). "In diesem Zusammenhang ist es sehr schade, dass der Baustart des Westrings ein weiteres Mal verzögert wird. Dennoch hoffe ich, dass das Bundesverwaltungsgericht das Verfahren schnell und effizient absolviert und der Baustart noch dieses Jahr erfolgen kann".

    12.07.2018, 00:04 Uhr

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