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    Kranz: Dreimäderlhaus lenkt Familienbetrieb in vierter Generation

    SCHWANENSTADT. Beim Hersteller von Kastenfenstern übergibt August Kranz sukzessive an seine drei Töchter Hannelore, Christine und Barbara.

    Ein oberösterreichischer Traditionsbetrieb leitet einen Generationswechsel ein: Beim Spezialisten für Kastenfenster, dem Familienunternehmen Kranz aus Schwanenstadt, übergibt Geschäftsführer August Kranz das Ruder sukzessive an seine Töchter Hannelore, Christine und Barbara. Das Trio ist schon seit längerem im Unternehmen tätig und soll es nun in der vierten Generation lenken.

    "Mein Vater ist 61 und will langsam, aber sicher einen Schritt zur Seite machen. Darum ist diese Entscheidung gefallen", sagt Hannelore Kranz, die im Unternehmen den kaufmännischen Bereich verantwortet. Barbara ist für Technik zuständig, Christine für Marketing und Werbung.

    Den Grundstein für das Unternehmen legte August Kranz’ gleichnamiger Großvater 1921 mit einer "mechanischen Bau- und Möbeltischlerei". Einen Namen machte sich Kranz ab den 1980er-Jahren mit Kastenfenstern für historische Gebäude. 1991 stellte das Unternehmen den Möbelbau ein und spezialisierte sich auf die Fensterproduktion. Ausgestattet wurden von Schwanenstadt aus etwa das Landestheater in Salzburg, das Stadtpalais Liechtenstein in Wien, das Welser Landesgericht oder das Apothekerhaus in der Linzer Altstadt. Die Kunden sind sowohl die öffentliche Hand als auch Bauträger und Privatinvestoren.

    Klassiker im 20. Jahrhundert

    Kastenfenster gehören zu den ältesten Bauformen und waren mit Einfachverglasung, mehreren Sprossen und vier Flügeln, die sich nach außen öffnen lassen, im 20. Jahrhundert der Klassiker im Neubau. Heute würden Kastenfenster großteils bei Renovierungen und dem Fenstertausch gebraucht, sagt Hannelore Kranz. Für die Rahmen der Fenster verwendet das Familienunternehmen Lärchen-, Eichen- und Kiefernholz. Pro Tag werden am Standort etwa zwölf bis 14 Kastenfenster gefertigt.

    Obwohl sich am Bauprinzip dieser Fenster in den vergangenen Jahrzehnten nichts geändert habe, entspreche die Technik modernsten Standards, weil Schall besser gedämmt werde als bei dreifach verglasten Standardfenstern.

    Durch die bisherige Corona-Pandemie ist Kranz laut eigenen Angaben "stabil manövriert". Weil das Geschäft ohnehin in einer Nische laufe, sei man von Schwankungen oder Auftragseinbrüchen verschont geblieben, heißt es. Der Umsatz lag zuletzt bei rund vier Millionen Euro. 35 Beschäftigte sind im Unternehmen tätig.

    Sanieren statt austauschen

    Wachstumspotenzial erhofft sich Kranz vom Geschäftsfeld "Sanierung". Dieses soll helfen, der zunehmenden Neubau-Flächenversiegelung entgegenzuwirken. Sowohl im Privatbau als auch im Objektbereich werde der Sanierungsbedarf steigen, erwartet Hannelore Kranz. "Kastenfenster reparieren statt austauschen, ist wirtschaftlich und nachhaltig", sagt sie. Nach dem Start dieses Service in Oberösterreich und Salzburg sollen weitere Bundesländer bald folgen.

    Martin Roithner, 15.01.2022, 00:04 Uhr

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