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    VP-Frauenchefin Durchschlag: "Die Partei hat ihre Lehren gezogen"

    VP-Frauenchefin Durchschlag: "Die Partei hat ihre Lehren gezogen"

    LINZ. Landes-VP erarbeitete Förderprogramm und nimmt sich vor, die Hälfte aller Mandate mittelfristig mit Frauen zu besetzen.

    Die Aufregung war groß, der Zorn ebenfalls. Nachdem die Landes-VP im Vorjahr Doris Hummer in geheimer Kampfabstimmung aus ihrem Regierungsteam gekickt hatte, gab sich die schwarze Frauenchefin Claudia Durchschlag kämpferisch: Das Versprechen von Parteichef Landeshauptmann Josef Pühringer, dass der nächste frei werdende Landesrats-Posten mit einer Frau besetzt werde, sei zu wenig. Quer über alle Ebenen – vom Gemeinderat über den Landtag bis hin zum Nationalrat – müssten die VP-Mandate künftig zu 50 Prozent mit Frauen besetzt werden. Und "die Partei hat ihre Lehren gezogen", sagte Durchschlag gestern zu den OÖNachrichten. Der von Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer initiierte parteiinterne Prozess zur Erreichung dieser Ziele sei positiv verlaufen.

    Zwar ist in den beschlossenen Maßnahmen eine 50-Prozent-Frauenquote nicht dezidiert niedergeschrieben. "Aber nur deshalb, weil auch viele Frauen in der Partei ein Problem mit dem Wort Quote haben und das nicht wollten", sagt Durchschlag. Wenn es im Papier aber heiße, dass sich die gesellschaftliche Realität in der Mandatsverteilung abbilden müsse, "heißt das, dass die Hälfte an Frauen gehen muss", sagt Durchschlag.

    Geeignete und zur Mitarbeit bereite Frauen zu finden, ist aber alles andere als einfach. Deshalb wird ein Frauenforum quer über die Bünde und daneben ein Netzwerk gegründet – so sollen junge Frauen auch außerhalb der Partei zur Mitarbeit motiviert und in Folge auch unterstützt werden.

    Gleichzeitig wird ein umfangreiches Aus- und Weiterbildungsprogramm für Kommunalpolitikerinnen erstellt, erfahrene Kolleginnen sollen als Mentorinnen agieren. Doch ist das Ziel einer 50-Prozent-Frauenquote quer durch alle politischen Bereiche realistisch? "Davon bin ich überzeugt", sagt Durchschlag. Zwar sei sie nicht sicher, ob dieses Ziel bis zur nächsten Landtagswahl 2021 erreicht werden könne. "Aber wir sind hartnäckig."

    "Die OÖVP braucht mehr Weiblichkeit. Nur wenn Frauen bei uns aktiv mitgestalten, können wir eine zeitgemäße Volkspartei sein, die die Bevölkerung personell und inhaltlich anspricht", sagt Stelzer. "Es ist ein Transformationsprozess, durch den wir gehen müssen." Und der sei alternativlos, sagt Durchschlag.

    Anneliese Edlinger, 01.07.2016, 00:04 Uhr

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