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  • Reisen
    Wo der Wilde Kaiser gar nicht wild ist

    Wo der Wilde Kaiser gar nicht wild ist

    81 Hütten auf 284 Pistenkilometern sind auch kulinarisch ein schlagendes Argument.

    Die Gäste sollen auf den Liften lieber links und rechts schauen statt auf ihr Handy", sagt Anita Baumgartner. Die Marketing-Chefin der Skiwelt Wilder Kaiser-

    Brixental ist gar nicht "harb" darüber, dass das WLAN nicht überall in ihrem Reich greift.

    Es sind 284 Pistenkilometer, verteilt auf neun Ortschaften in zwei Tiroler Tälern, die gar nicht so wild sind, wie der Name "Wilder Kaiser" vermuten lässt. Der spielt nämlich nur Kulisse und ist viel zu steil, um pistenmäßig befahren zu werden.

    Vielmehr geht es etwa von Going, Söll, Scheffau, Ellmau, Hopfgarten, Brixen im Thale, Itter, Kelchsau und Westendorf in ein Skigebiet, das das größte Österreichs war. Jetzt hat der Arlberg nach einer Erweiterung die Ski vorne. Doch das Flutlicht lässt der Skiwelt ihren Thron. Denn nachts ist es mit zehn taghellen Pistenkilometern noch immer das größte Österreichs. Vielen ist Ellmau obendrein als das Reich des "Bergdoktors", der beliebten TV-Sendung, bekannt. Martin Gruber alias Schauspieler Hans Sigl hat dort seine Ordination. "Der Schnee ist nicht geräumt", konstatiert eine Deutsche im jüngsten Schnee-Chaos und schließt daraus messerscharf, dass der Bergdoktor nicht zu Hause ist. Vielleicht fährt er inkognito und lässt die Ski vor einer der 81 Hütten stehen, die in der Skiwelt alle drei, vier Kilometer zum Einkehrschwung einladen. Die Hütten sind urig, oft familiengeführt und haben den Charme echter Gemütlichkeit. Für viele ist auch gerade jetzt wichtig, dass es in der Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental kein Einschneien gibt. Schließlich ist es kein Talschluss. "Man kommt immer raus", versichert Baumgartner.

    Für manche wird der Wilde Kaiser auch sanft, weil sich dort eines der ökologischsten Skigebiete weltweit befindet. Drei Lifte fahren auch mit Sonnenkraft. Wärmepumpen nutzen Restenergie. Oder man fährt einfach hin, weil man die (Marketing-)Hexen lustig findet, die auf den Pisten in Söll am Wochenende mit Ski und Besen unterwegs sind.

     

    „Kaiser“-Tipps

    Kulinarik: Auf der Tanzbodenalm in Scheffau gibt‘s echte Schmankerl abseits von Industrieküche in uriger Atmosphäre, und das sogar serviert. Moderate zehn Euro kostet der hausgemachte „Tiroler-Steirer-Knödlmix“, bei dem sich Kaspress, Kürbis und Spinat als runde Sachen mit brauner Butter und frisch geriebenem Käse vereinen. In der ebenso urigen Kummereralm gibt‘s besonders flotte Sprüche. Wieso der Schnaps für Stammgäste „VW“ heißt? Ganz einfach: „Vom Wirt“. Dem Trend zum Gourmetspeisen in Skischuhen trägt die Kaiserlounge in der Bergstation der Hartkaiserbahn von Ellmau Rechnung. Dort gibt‘s etwa Zitronengras-Currysuppe, Trüffel auf Bauernpommes und Beef Tatar.

    Wohnen: Ganz neu ist die Tirol-Lodge in Ellmau. Die Pluspunkte: ein wirklich warmer Außenpool, eine große, verglaste Saunakammer und Skipiste direkt beim Hotel. Dafür sind die Zimmer eher schlicht und haben nur wenig Stauraum. Das Restaurant ist in der benachbarten Talstation der Hartkaiserbahn. Zimmer ab ca. 100 Euro ohne Verpflegung. www.tirollodge.tirol

    Gin-Bar: Robert und James empfangen im Stollen des Gastro-Dauerbrenners Auracher Löchl in Kufstein mit der wohl umfangreichsten Gin-Sammlung der Welt. Im „Löchl“ selbst gibt‘s Tiroler Tapas: sieben Gerichte zu 27,90 Euro.

    Karin Haas, 20.01.2019, 00:04 Uhr

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