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  • Linz
    Linz als Gast bei italienischer Geschichtsaufarbeitung

    Linz als Gast bei italienischer Geschichtsaufarbeitung

    LINZ. Gedenkveranstaltung nahe der Partnerstadt Modena erinnert an Lager, wo auch Österreicher interniert waren.

    Mit 19 Städten rund um den Globus unterhält Linz Partnerschaften mit mehr oder minder regem Austausch. Während der ohnehin sehr lose Kontakt zu Saporoshie in der Ukraine ganz einzuschlafen droht, nachdem das Land über Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FP) wegen dessen Teilnahme am Jalta-Wirtschaftsforum auf der Krim ein Einreiseverbot verhängt hat, gibt es mit anderen Städten durchaus intensive Kontakte.

    Etwa mit dem in der südchinesischen Region Sechuan gelegenen Chengdu, einem Zentrum für östliche Alternativheilkunde. So können Ärzte aus Linz dort ein Praktikum in Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) absolvieren und Gastärzte aus Chengdu in Linz ihr Wissen im Bereich westlicher Medizin vertiefen. Rege ist auch der Austausch mit Modena. So wird Wimmer am 22. Juni nach Italien reisen, um neben dem dortigen Bürgermeister Gian Carlo Muzzarelli den Ehrenschutz einer besonderen Gedenkveranstaltung zu übernehmen. Dabei geht es um die Aufarbeitung schmerzhafter Ereignisse im Ersten Weltkrieg, wie die italienische Historikerin Elena Bianchini Braglia und der Kommandant des Welschtiroler Schützenbundes, Enzo Cestari, gestern in Linz erläuterten. So gab es in Scandiano, einem Örtchen nahe Modena, ab 1915 ein Gefangenenlager, in dem bis zu 2000 österreichisch-ungarische Soldaten interniert waren, die aus allen Ecken der Habsburgermonarchie stammten, darunter auch Trentiner.

    Verbundenheit mit Österreich

    Wie schwierig es für die Trentiner war, nach Kriegsende zu Italien zu gehören, obwohl die Mehrheit der Einwohner dies nicht gewollt habe, wurde rund um das Gedenken ebenso aufgearbeitet wie die vielen seelischen Narben, die der Krieg über Jahrzehnte geschlagen hat. Ebenso die "tiefe Verbundenheit mit Österreich, die noch heute viele Bewohner haben", wie Braglia und Cestari sagten. "Wir wollen ein klares Zeichen für den Frieden in Europa setzen", sagt Wimmer. (eda)

    29.05.2018, 00:04 Uhr

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