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  • Gesundheit
    Schmerzen ade: Diese Mittel können helfen

    Schmerzen ade: Diese Mittel können helfen

    Der Rohrbacher Apotheker Stefan Dobersberger erklärt, was bei Migräne, Rückenschmerzen, Zahn- oder Bauchweh besonders gut wirkt.

    Eine Flut von Wirkstoffen und noch mehr Bezeichnungen von Medikamenten gegen Schmerzen lassen Konsumenten oft ratlos zurück. Der Rohrbacher Apotheker Stefan Dobersberger erklärt, in welchem Fall Sie am besten zu welchem Mittel greifen und was alternativ helfen kann. "Wenn die Schmerzen aber nach drei Tagen nicht besser sind oder immer wieder auftreten, sollte man unbedingt zum Arzt gehen", sagt Dobersberger. Generell gilt, dass man sich an die Gebrauchsanweisungen halten sollte. Überdosierung kann in Gefahr bringen, unterdosierte Medikamente entfalten oft nicht die erwünschte Wirkung. Hier drei frei erhältliche Schmerzmittel-Varianten:

     

    1Paracetamol: Der Wirkstoff ist gut verträglich, auch für Kinder. Er eignet sich genauso für Patienten, die Magenprobleme haben und bereits Blutverdünner nehmen. Weil der Stoff über die Leber ausgeschieden wird, sind Leberprobleme ein Hinderungsgrund. Paracetamol wirkt schmerzstillend und fiebersenkend, nicht jedoch entzündungshemmend.

    2Acetylsalicylsäure: Sie wird auch Aspirin genannt und ist der Klassiker unter den Schmerzmitteln. Aufpassen sollte man jedoch, wenn man Magen- oder Nierenprobleme hat und Blutverdünner nimmt. Der Wirkstoff kann bei Asthmatikern einen Anfall auslösen und ist für Kinder unter zwölf Jahren nicht geeignet.

     

    3Ibuprofen: Das Mittel ist für Kinder und Erwachsene gut verträglich. Wer Magen- oder Nierenprobleme hat oder Blutverdünner nimmt, sollte aber aufpassen.

    Was wogegen hilft

    Sogenannte "verschreibungspflichtige" Schmerzmittel, die ebenfalls häufig zum Einsatz kommen, sind Novalgin, Naproxen und Diclofenac. Bei Letzterem ist vor allem Vorsicht geboten, wenn das Herz-Kreislauf-System bereits belastet ist. Die Kombination von Schmerzmitteln mit Koffein kann zu einer schnelleren Wirkung führen. Hier Tipps vom Apotheker für häufige Schmerzen:

     

    Spannungskopfschmerz: Ursachen sind oft Überlastung und Verspannungen. Gut ist es – wie bei fast allen Kopfschmerzen –, viel Flüssigkeit zu trinken, sich zu entspannen, leichte Bewegung an der frischen Luft zu machen, Verzicht auf Alkohol und Zigaretten. Pfefferminzöl auf den Schläfen kann Linderung verschaffen.

    Migräne: Oft hilft hoch dosiertes Aspirin. Der Arzt kann aber auch spezielle Migräne-Medikamente verschreiben. Wem übel ist, der kommt oft mit Sprays oder Schmelztabletten besser zurecht. Auch B-Vitamine und Magnesium können sich positiv auswirken. Wichtig – wie bei allen Kopfschmerzen: Nimmt man Schmerzmittel zu oft, können Gewöhnungseffekte auftreten. Der Körper reagiert auf Entzug dann mit Kopfschmerzen.

    Zahnschmerzen: Oft wirken Ibuprofen und Naproxen, auch weil sie entzündungshemmend sind. Aspirin kann wegen seiner blutverdünnenden Wirkung bei einer eventuellen Operation Probleme machen. Hilfreich sind Spülungen mit Salbeitee oder Chlorhexidin-haltigen Mitteln. Auch Nelkenöl kann Linderung verschaffen.

    Bauchweh: Pfefferminztee kann bei Magen-Darm-Problemen helfen. Krampflösend wirkt oft Wärme. Gegen Gastritis können Käsepappel sowie Pflanzenkombinationen oder Antazida eine gute Unterstützung sein. Immer auf Ursachensuche gehen.

    Regelschmerzen: Oft helfen Wärme und krampflösende Medikamente (z.B. Wirkstoff Hyoscin-N-Butylbromid). Langfristig verbessert Mönchspfeffer die Situation. Auch Bewegung kann gut tun. Schmerzen frühzeitig behandeln!

    Gelenks- und Rückenprobleme: Kommen Rückenschmerzen von den Bandscheiben, können Gels und Salben wirken, aber auch Kühle oder Wärme. Bei akutem Schmerz tut eher Kälte gut, langfristig ist es oft Wärme. Bei Nervenschmerzen können B-Vitamine unterstützen. Sind Abnützungen die Ursache: Spezielle Nährstoffkombinationen unterstützen beim Aufbau von Gelenksschmiere. Weihrauchpräparate hemmen Entzündungen. Physiotherapie hilft oft besser als Schmerzmittel, längerfristig immer einen Orthopäden konsultieren.

    Dietlind Hebestreit, 09.01.2019, 00:04 Uhr

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