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  • Ski Alpin

    Hemetsberger auf dem besten Weg zu den Winterspielen

    WENGEN. Den viertplatzierten Nußdorfer trennten in Wengen nur 16 Hundertstel vom Stockerl.

    Wäre die gestrige verkürzte Wengen-Abfahrt der Herren ein Olympia-Rennen gewesen, hätte es bei den Österreichern ziemlich lange Gesichter gegeben. So aber befeuern die Ränge vier für Daniel Hemetsberger, fünf für Max Franz und sechs für Matthias Mayer nur die Angriffslust für die heutige klassische Lauberhornabfahrt vom Originalstart (12.30 Uhr, ORF 1). Dann will auch Vincent Kriechmayr, der nach den Turbulenzen der vergangenen Tage Zwölfter wurde, wieder in höhere Sphären vorstoßen.

    Unabhängig davon feiern die Schweizer ein Ski-Fest nach dem anderen. Nach dem Massenauflauf in Adelboden jubelten gestern 13.500 Fans über zwei Stockerlplätze. Nur der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, der seinen elften Weltcupsieg (den ersten in Wengen) feierte, wies Marco Odermatt (2.) und Beat Feuz (3.) in die Schranken. "Es war richtig geil zu fahren und immer ein Ziel von mir, hier einmal zu gewinnen", sagte Aamodt Kilde.

    "Das freut mich extrem"

    Nicht minder glücklich zeigte sich der Nußdorfer Daniel Hemetsberger, der als Vierter sein bis dato bestes Weltcup-Resultat vom Dezember 2021 in Bormio eingestellt und damit wohl sein Ticket für die Winterspiele in Peking gelöst hat. "Für das erste Rennen da runter bin ich es genauso gefahren, wie ich wollte", freute sich der 30-Jährige, dem nur 16 Hundertstel auf einen Stockerlplatz fehlten.

    "Ich habe wieder Vollgas probiert. Es ist mir ganz gut gelungen, alles auf Zug zu fahren. Das Ziel war, in den Top 15 zu landen. Dass es jetzt so gekommen ist, freut mich extrem", sagte Hemetsberger, der weiß, dass die heutige zweite Abfahrt ordentlich an die Substanz gehen wird. Auch weil er in der vergangenen Woche nicht ganz fit war. "Wenn ich daran denke, wird mit schon etwas schwarz vor Augen. Es ist mit dem Schnaufen brutal zäh, aber ich werde alles reinhauen."

    Angriff pur lautet auch die Devise von Kriechmayr, der mit einer heftig diskutierten Sondergenehmigung der Jury am Donnerstagabend grünes Licht für die beiden Wengen-Abfahrten bekommen hat. Weil er wegen einer Coronainfektion die Trainingsläufe verpasst hatte, katapultierte er sich gestern um 9.45 Uhr aus dem Starthaus, fuhr ein paar Meter und schwang ab. Diese Show war die Vorgabe der FIS gewesen.

    "Ich bin natürlich dankbar, dass ich die Chance bekomme", sagte Kriechmayr, der das Theater um seine Person zu verdrängen versuchte. "Es wäre nur fair, wenn andere Athleten nach mir auch zum Zug kämen, sollte so eine Situation auftreten. Ich glaube nicht, dass ich der Letzte war. Es braucht auch mutige Entscheidungen für die Sportler." Schweizer, Deutsche und Franzosen sahen das anders, nämlich kritisch. "Das ist eine ganz delikate Entscheidung. Absolut nichts gegen Vincent Kriechmayr, aber das ist Willkür und öffnet alle Türen für weitere Sonderwünsche", ärgerte sich Urs Lehmann, der Präsident von Swiss Ski.

    Die fehlenden Trainingseinheiten ließ Kriechmayr nicht als Ausrede für sein eher mäßiges Abschneiden gelten. "Daran lag es sicher nicht, ich bin hier schon oft genug heruntergefahren", betonte der Doppel-Weltmeister aus Grama-stetten.

    "Ich habe ganz engagiert angefangen und dann einen Pflug im Kernen-S gemacht. Für den Samstag bin ich trotzdem zuversichtlich, ich werde mein Bestes geben", sagte der Lauberhorn-Champion von 2019. (alex)

    15.01.2022, 00:04 Uhr

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