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  • Black Wings

    "Wir werden auch das überleben"

    LINZ. Vier von sechs Eishockeyspielen abgesagt: Corona traf nicht nur die Black Wings mit Wucht.

    Gestern in Klagenfurt, morgen in Wien, am Donnerstag gegen Salzburg, am Sonntag in Bruneck gegen die "Wölfe" des HC Pustertal – das wäre das knackige Wochenprogramm des Eishockey-Schlusslichts Steinbach Black Wings gewesen. Die Betonung liegt auf wäre. Denn nach der Absage der KAC-Partie "wegen medizinischer Vorsichtsmaßnahmen" scheint es unwahrscheinlich, dass auch nur eines dieser Liga-Matches planmäßig stattfindet. "Ich kann mir das eher nicht vorstellen", sagte Linz-Manager Gregor Baumgartner.

    Obwohl bei den Black Wings alle Spieler zumindest zweimal gegen das Coronavirus geimpft sind, schlug das Warnsystem vor dem Training am Neujahrstag massiv an. Es soll acht positiv getestete Athleten gegeben haben, einige PCR-Ergebnisse stehen noch aus.

    "Wir müssen es nehmen, wie es ist. Seit zwei Jahren leben wir mit der Pandemie, nichts ist kalkulierbar. Es kann jeden treffen – auch Sportler", betonte Baumgartner. Wer von einer Infektion betroffen ist, bleibt aus Datenschutzgründen unter Verschluss. So handhaben es auch andere Vereine.

    Vier der sechs für gestern angesetzt gewesenen Partien der ICE Hockey League wurden abgesagt, Fehervar schlägt sich – so hört man – mit zehn Fällen herum. Bei Olimpija Ljubljana soll es "nur" einer sein, die slowenischen Behörden haben aber sofort die Notbremse gezogen und die gesamte Mannschaft in Quarantäne geschickt.

    Bei Christian Feichtinger, dem Geschäftsführer der ICE Hockey League, bricht (noch) keine Panik aus. "Die Situation ist nicht so dramatisch, wie es sich vielleicht anhört. Man hätte das eine oder andere Spiel durchführen können, aber unser Ansatz ist derjenige, auf die maximal sichere Seite zu gehen", erläuterte der Ebenseer. "Die Gesundheit aller Beteiligten ist das höchste Gut, wir sind extrem vorsichtig. Wir müssen lernen, mit Omikron richtig umzugehen, es ist so ansteckend."

    Die Liga, die vor jedem Match Coronatests anordnet, orientiert sich derzeit an einer Schwelle von vier Infizierten pro Team. Ist der Wert höher, erfolgt die Absage. Gestern Nachmittag waren der Liga keine schweren Verläufe bekannt. "Fast alle sind ohne Symptome, manche haben leichtes Fieber, rinnende Nasen", berichtete Feichtinger. Kämpferischer Nachsatz: "Wir werden auch das überleben, wir sind innerhalb der Liga gut aufgestellt, haben eine erstklassige Kommunikation."

    Ihren professionellen Umgang mit der Pandemie bewies die ICE schon öfter, auch bei der – anfänglich kritisierten – Umstellung des Tabellenformats nach dem Ausstieg der Bratislava Capitals im November. Das Punkteschnitt-Modell – Ausbeute dividiert durch die Anzahl der Spiele – ermöglicht auch dann Play-offs, wenn jedes Team nur 80 Prozent der Grunddurchgangspartien absolviert hat.

    Alexander Zambarloukos, 03.01.2022, 00:04 Uhr

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