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    Pöltl: „Wir spielen mit mehr Energie“  

    Warum Österreichs Basketball-Star in der NBA zur festen Größe gewachsen ist.
    Zur Hälfte des Grunddurchgangs der Basketball-Profi-Liga NBA liegen die San Antonio Spurs in der Western Conference mit 24 Siegen und 17 Niederlagen auf Rang sechs. Der 23-jährige Wiener Jakob Pöltl ist bei seinem neuen Team zur festen Größe gewachsen. Er führt die Spurs mit einer Feldwurfquote von 62,8 Prozent an und hat Altstar Pau Gasol in der Rotation überholt, obwohl dieser wieder fit ist. Im Interview erklärt Pöltl, Warum es mit ihm und San Antonio in den vergangenen Wochen bergauf gegangen ist.

    Nach einem schwierigen Saisonstart spielt die Spurs seit Wochen groß auf und gehört zu den besten Teams. Wie ist diese immense Leistungssteigerung zu erklären?

    Pöltl: Das hat verschiedene Gründe. Wir waren ein ziemlich neues Team und haben die Chemie erst entwickeln müssen. Es gibt auch einen mentalen Aspekt: Zu Beginn der Saison haben wir es vielleicht etwas zu locker genommen. Jedenfalls sind wir seit mindestens einem Monat besser bei der Sache, wir spielen in Offense und Defense mit mehr Energie und als Kollektiv besser zusammen. Dieses Zusammenspiel hat zu Saisonbeginn noch nicht so gut funktioniert.

    Das erste Spiel gegen ihr Ex-Team Toronto habt ihr mit dem 125:107-Sieg  dominiert. Wie haben Sie die Begegnung erlebt?

    Das Spiel war eine coole Sache - allein, die ganzen Leute wieder zu sehen. Ich habe mich bereits am Vortag mit einigen Raptors-Spielern getroffen und dann natürlich auch am Spieltag viele bekannte Gesichter gesehen. Die Partie selbst ist sehr, sehr gut für uns gelaufen, es hat richtig Spaß gemacht zu spielen. Man hat gemerkt, dass uns das Spiel sehr wichtig war und wir mit hundert Prozent Fokus und Vollgas in das Match gegangen sind.

    Ihre Rolle hat sich durch starke Leistungen zuletzt auf hohem Niveau stabilisiert.

    Alles in allem bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Mir macht es Spaß, so wie wir Basketball spielen. Ich finde, ich habe mich in meine Rolle ganz gut reingefunden und versuche natürlich, immer weiter darauf aufzubauen. Dadurch, dass wir als Team in letzter Zeit gut spielen, ziehen wir uns gegenseitig alle mit. Wenn es bei mir gut läuft, läuft es auch bei anderen gut und umgekehrt.

    Wie blicken Sie auf die nächsten Wochen? Es stehen viele Auswärtsspiele auf dem Programm, der Westen bleibt weiter sehr eng.

    Im Westen bleibt es tough, keine Frage. Eine kurze schwache Phase und schon rutscht man im Ranking runter, das macht es interessant. Es ist für uns spannender, wenn man weiß, dass der Druck da ist, weil auch die anderen Teams sehr gut spielen und weiterhin um die Playoffs kämpfen.

    09.01.2019, 11:44 Uhr

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