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  • Reisen
    Winterfrische am Wörthersee

    Winterfrische am Wörthersee

    Haubenkoch Michael Angerer lädt zur Genuss-Grätsche im historischen Badehaus in Pörtschach, wo "Kärntner Tapas" und k. u. k. Flair kein Widerspruch sind.

    Auf Sommerfrische gehen kann jeder. Doch im Winter dorthin zu reisen, wo es im Sommer wurlt, ist ein besonderer Genuss. Die Rede ist vom Wörthersee, der jetzt ziemlich einsam dasteht.

    In der Werzer-Bucht in Pörtschach ist man auch im Winter im Bademantel so nah im Wasser wie kaum anderswo am See. Denn in dieser Bucht mit Blick auf die Karawanken steht Werzer’s Hotel.

    Zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde das dazugehörige Badehaus errichtet, das die bekannteste Schwimmschule der Monarchie war. Seit fünf Jahren ist das denkmalgeschützte Gebäude liebevoll renoviert als Werzer-Bad mit Saunalandschaft wieder offen. Man sieht es dem strahlend weißen Juwel nicht an, dass sich daran fünf Architekten fast die Zähne ausgebissen haben.

    Ab sieben Uhr schwimmen Frühaufsteher im 32 Grad warmen Wasser in dem im See versenkten Pool. Ab zehn Uhr sind die Saunen heiß; gerade recht, um sich Appetit auf die Kärntner Tapas zu holen, die Haubenkoch Michael Angerer im Badehaus serviert. "Wir sind mittlerweile fast die Einzigen, die sich die Mühe machen, Häppchen zum Durchkosten zu servieren", sagt der 30-Jährige, der zuvor im altehrwürdigen Hospiz am Arlberg kochte. Seit Februar ist er Chefkoch im Werzer-Bad. Aus dem Handgelenk hat er die Gault-Millau-Haube erneut erkocht. Im Bademantel kann etwa ein Portiönchen Rinderfilet mit Portwein-Schalotten, Kastanie und Birne gespeist werden (7,20 Euro). Zwölf Kärntner Tapas stehen zur Wahl. Sie haben mit Spanien nur die Portionsgröße gemein. Durchwegs sind es Kärntner Spezialitäten von der Kasnudel (5,90 Euro) bis zur Lax’n (6,40 Euro). Abends ist das Restaurant im Badehaus ein Gourmetlokal mit großem Menü und von "extern" so frequentiert, dass es ohne Reservierung auch für Hotelgäste nicht geht. Doch man ist ohnedies gut beraten, die Halbpension in Werzer’s Hotel zu nehmen, die ebenfalls mit hohem Genussfaktor versehen ist. Man sitzt zwar "en masse" im ziemlich neu erbauten Haus. Doch Küchenchef Georg Klammer versteht es, auch 200 Fünf-Gang-Menüs mit Zauber zu versehen. Da wird etwa Tafelspitz mit Erbsen-Wasabi und Rote-Rüben-Schaum veredelt. Die Kalorien strampelt man sich mit einer Wanderung zur Hohen Gloriette in Sichtweite des Werzer’s ab, in der sich bereits Johannes Brahms inspirieren ließ. Oder man fährt Ski auf der Gerlitzen. Wenn da nicht das Badehaus wäre...

    Genuss-Tipps

    Mit 1,5 Millionen Euro investiert sich Werzer’s Hotel in Pörtschach in ein neues Zeitalter. Ab März 2019 sind auch die restlichen der 120 Zimmer auf sechs Etagen modernisiert. Das wird im März mit einem Schnäppchen gefeiert: 84 Euro pro Person und Nacht für Halbpension, statt mindestens 110 Euro. Mindestaufenthalt sind zwei Nächte. Achtung: Von 7. Jänner bis 1. Februar hat das Werzer’s Renovierungspause. Ebenso schließt das Haus von 22. bis inklusive 25. Dezember, um den 90 „Winter-Mitarbeitern“ eine Familienpause zu gönnen.

    www.resort.werzer.at

    Karin Haas, 07.12.2018, 00:04 Uhr

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