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  • Oberösterreich

    "Spaziergänger" gingen auf Polizisten los: "Verpisst euch"

    SANKT PETER/AU. Corona-Leugner wurden bei Protestzug in St. Peter/Au gewalttätig

    Die Polizei zeigte bei einem Protestmarsch von Gegnern der Corona-Maßnahmen, der am Mittwochabend in St. Peter/Au aus dem Ruder gelaufen war, eiserne Nerven und Engelsgeduld. Nachdem die auf die Schnelle zu der nicht angemeldeten Versammlung abkommandierten fünf Polizeistreifen und eine Gruppe der Bereitschaftseinheit mit Lautsprecherdurchsagen auf die Maskentragepflicht hingewiesen hatten, begann bereits ein Gemurre in dem auf 150 Personen geschätzten Aufmarsch.

    Polizisten wüst beschimpft

    Bei den ersten Amtshandlungen gegen Störrische, die den Mund-Nasen-Schutz weiter verweigert hatten, wurden die Polizisten wüst beschimpft: "Schämt euch, schämt euch!", brüllte die aufgebrachte Menge, "verpisst euch!" schrien die Maulhelden. Von den anderen, "friedlichen" und großteils ortsfremden Demonstranten fand sich kaum einer, der mäßigend eingegriffen hätte.

    Als eine Frau, die die Amtshandlung gestört hatte, festgenommen wurde, kreisten "Spaziergänger" den Streifenwagen ein und begannen mit den Polizisten zu raufen. Die Beamten konnten mit besserer Grifftechnik die Angreifer abwehren und die Schlagstöcke in den Halftern lassen. Mit Fußtritten verbeulten Demonstranten das Polizeiauto. Danach versuchte eine Gruppe, einen 51-jährigen Mann aus Hargelsberg, der ebenfalls Randale schlug, aus dem Polizeigewahrsam zu befreien, während ein szenebekannter Amateurfilmer beharrlich "Feiglinge, ihr seid elendige Feiglinge!" schrie und die Mitdemonstranten weiter aufzustacheln versuchte: "Holt sie raus, so holt sie doch raus!" Der 51-Jährige selbst versuchte nach seiner Festnahme noch im Polizeiauto, die Beamten zu beißen und zu verletzen. Beide Festgenommene wurden nach Überprüfung der Personalia wieder auf freien Fuß gesetzt und angezeigt.

    Empörender Schriftzug

    Nachdem sich später die Gemüter beruhigt und sich der Protestmarsch nach zwei Stunden aufgelöst hatte, kam noch ein hässliches Ende. Bislang unbekannte Täter haben auf die Schlossfassade einen die Polizei beleidigenden Schriftzug "Wir befolgen Befehle: 1945 KZ-Aufseher, 1990 Mauerschützen, 2021 Polizisten" projiziert. "Es wird rechtlich geprüft, ob eine Anzeige wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung und Verharmlosung von NS-Verbrechen möglich ist", sagte ein Sprecher des Landespolizeikommandos. Wenigstens, so stellte man in der Polizeizentrale erleichtert fest, seien bei den Ausschreitungen keine Beamten verletzt worden.

    Hannes Fehringer, 14.01.2022, 00:04 Uhr

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