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    Futter aus Gras erzeugen anstatt Soja importieren

    Futter aus Gras erzeugen anstatt Soja importieren

    FELDKIRCHEN, KIRCHBERG. Eine Gruppe Bauern aus der Region will in Feldkirchen eine erste Trockengrün-Produktionsanlage errichten.

    Bei diesem Verfahren wird Gras mit Heißluft getrocknet und durch anschließende Pelletierung werden sogenannte Grascobs hergestellt. Die Landwirte wollen die Anlage gemeinsam in Form einer Genossenschaft betreiben, eine erste Informationsveranstaltung findet am Freitag, 1. Juni, 19.30 Uhr, im Gasthaus Stockinger in Kirchberg (Siegertshaft) statt.

    Landwirte tüfteln seit Jahren

    Aktuell werden riesige Mengen an Futtermitteln wie Soja und dergleichen aus der ganzen Welt importiert. Das wollen die Landwirte ändern und tüfteln bereits seit vielen Jahren an der Realisierung einer derartigen Trocknungsanlage zur Erzeugung von Futter aus eigenem, heimischem Gras im Grenzraum Salzburg Land und Oberösterreich.

    Da die letzte Frage geklärt ist, nämlich die Standortfrage, starten sie durch. "Wir wollen regional bestes Futter herstellen, somit Importsoja aus Südamerika ersetzen und beste Lebensmittel aus regionalem und gesundem Qualitätsfutter erzeugen", sagt Projektbetreiber Martin Neuhofer aus Eugendorf.

    Dieses Verfahren biete die Möglichkeit, Gras schonend zu konservieren und damit vergleichsweise hohe Gehalte an Energie und Eiweiß zu erreichen. In Bayern und in der Schweiz gibt es bereits solche Anlagen, in Österreich wäre es die erste.

    Ausführliche Informationen zur Anlage und zur Mitgliedschaft in der Genossenschaft gibt es an drei Abenden: Neben der Auftaktveranstaltung in Kirchberg finden Informationsabende in Eugendorf (Mehrzweckhalle) am Freitag, 8. Juni, um 19.30 Uhr und in Handenberg (Gasthaus Scharinger) am Mittwoch, 13. Juni, um 19.30 Uhr statt. (mahu)

    30.05.2018, 00:04 Uhr

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