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  • Oberösterreich

    "Die Schulen befinden sich im Blindflug"

    LINZ. Von PCR-Tests am Dienstag fehlen noch immer Ergebnisse, zuständige Labore kündigten an, keine Proben mehr anzunehmen.

    Herta Keber ist die Direktorin der Linzer Weber-Volksschule (VS 40). Am Donnerstag wurde hier – wie an allen Schulen Oberösterreichs – zuletzt PCR-getestet. 24 Stunden haben die Labore Zeit, um die Auswertung an die Schulen zu schicken. Am Freitag kam Keber daher früher zur Schule, "um Kinder mit positivem Ergebnis gleich vor der Klasse abzufangen", sagt sie. Doch die Ergebnisse waren nicht da. Und auch von den 140 am Dienstag abgenommenen PCR-Tests fehlen noch immer 50 Ergebnisse. So wie Keber, geht es in Oberösterreich vielen Direktoren.

    "Das PCR-Testen ist völlig sinnlos, wenn die Ergebnisse gar nicht kommen", sagt Herta Keber. "Die Schulen sind im Blindflug, die ganze Woche haben wir nicht gewusst, ob wir positive Schüler in den Klassen sitzen haben", sagt Lehrergewerkschafter Werner Hittenberger.

    Ohne Ergebnis ins Wochenende

    Seit Jahresbeginn ist die ARGE für molekulare Diagnostik für die Schultestungen zuständig. Teils übernimmt sie auch PCR-Tests für Apotheken. Diese erhielten gestern eine Nachricht: Kommenden Montag und Dienstag werden von ihnen keine Proben mehr entgegengenommen. Wegen "technischer Schwierigkeiten".

    Vier Stunden, nachdem die Ergebnisse vorliegen hätten sollen, wandte sich die ARGE Freitagmittag schließlich auch an die Schulen: "Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine Ergebnisse der Testungen zur Verfügung stellen."

    "Die ganze Woche haben wir möglicherweise infizierte Kinder in der Klasse sitzen. Und jetzt sollen wir die Schüler, von denen wir das Ergebnis schon wieder nicht haben, seelenruhig ins Wochenende entlassen, zu ihren Eltern und Großeltern", sagt Hittenberger. Er ist Lehrer am BRG Schloss Wagrain in Vöcklabruck. Hier war am Donnerstag ein Schüler infiziert und hoch infektiös. In der Auswertung der ARGE schien er allerdings als negativ auf, die OÖNachrichten haben berichtet.

    Antigentests werden knapp

    An allen Schulen werden neben den regulären PCR-Tests nun auch täglich Antigentests gemacht. Jene mit einem positiven Test werden nachhause geschickt und behördlich getestet. So auch im BRG Fadingerstraße in Linz. Auch hier wartet man noch auf die Ergebnisse. Bei den Antigentests waren alleine in einer Klasse vier Schüler positiv. Befanden sich am Donnerstag noch 2461 Schüler in Quarantäne, waren es gestern bereits 2790.

    Mehr als 900 Tests brauche man am BRG Wagrain täglich, um einen sicheren Lehrbetrieb zu gewährleisten. Man habe Vorräte angelegt, sogar schon Antigentests an andere Schulen im Bezirk weitergegeben. "Es gibt Schulen, die können vielleicht noch ein- oder zweimal testen und dann ist Schluss", sagt Hittenberger. "Dann sind die Kinder völlig ungetestet."

    Auf der Website der Bundesbeschaffung könnten Schulen selbst Antigentests bestellen, hieß es aus der Bildungsdirektion für Oberösterreich. Kurzfristig könne aber auch die Bildungsdirektion mit Tests aushelfen.

    Michael Schäfl, 15.01.2022, 00:04 Uhr

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