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  • Oberösterreich

    Neues LASK-Stadion: Wer ist jetzt am Ball?

    LINZ. Die geplante Fußball-Arena beim Pichlinger See nimmt Formen an: Auch Hand- und Volleyballer sollen hier eine neue Heimstätte bekommen – die Baufirmen bringen sich in Stellung, doch erst muss die Stadt Linz mitspielen.

    Die einen sind Feuer und Flamme, die anderen halten das geplante LASK-Stadion in unmittelbarer Nachbarschaft des Pichlinger Sees für Verschwendung von Steuergeldern. Tatsache ist: Die Umsetzung des 45-Millionen-Projekts – der Spatenstich ist 2020 geplant – wird immer konkreter. So ist angedacht, angrenzend an die 25.000 Besucher fassende Arena eine Ballsporthalle zu errichten. Doch bei wem liegt nun der Ball?

     

    Das Land ist dafür, und die Stadt? Das Land ist für die Fußball-Arena, das hat der Anfang Dezember scheidende Sportlandesrat Michael Strugl (VP) klar betont. Auch sein Nachfolger Markus Achleitner sollte dieser Linie treu bleiben: "Bringt’s a g’scheit’s Projekt, und die Landesregierung wird dahinter stehen", sagte er zuletzt bei einer Podiumsdiskussion mit LASK-Fans. Die Stadt Linz dagegen gibt sich zurückhaltend. Bürgermeister Klaus Luger, ein Anhänger von Blau-Weiß Linz, sagte schon einmal im OÖN-Gespräch: "Linz wird keine Millionen dafür zahlen." Es gebe zwar eine Willenserklärung des Gemeinderates, ein Stadionprojekt finanziell zu unterstützen, allerdings sei der LASK eine GmbH und daher wie ein Unternehmen zu sehen. "Ich werde keiner Firma zehn Millionen Euro schenken", sagte Luger.

    Stürmer oder Abwehrspieler? Der Antrag auf eine Änderung der Flächenwidmung von landwirtschaftlicher Nutzung bzw. Grünland auf Sportstätten ist bei der Stadt Linz im Oktober eingegangen. Er wird jetzt bearbeitet. Sind die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, dann wird der für die Flächenwidmung zuständige Stadtrat Markus Hein (FP) diesem Antrag stattgeben, wie er gestern den OÖN sagte. In Folge müsse sich das "aufwendige Projekt" auch einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterziehen. "Danach werden wir das Ergebnis sehen – in aller Ruhe und ohne Hysterie", so Hein. Zumal im Moment ohnedies noch nicht klar ist, wann dieser Antrag im Linzer Gemeinderat überhaupt behandelt wird. Ohne UVP-Prüfung würde so ein Verfahren laut Hein sechs bis neun Monate dauern.

    Fix ist: Es gibt Anrainer, die um ihre Wohnqualität fürchten, zwei Bürgerinitiativen melden sich immer wieder zu Wort. Die Grünen sagen: "Das Stadion beim Pichlinger See ist ein grobes Foul am Naturschutz und an den Erholungssuchenden."

     

    Spielwiese auch für andere Ballsportler: Tatsächlich ist das Projekt viel konkreter, als es nach außen getragen wird. So ist – so hört man vom Land – längst davon die Rede, dass auch eine Ballsporthalle neben dem Stadion errichtet werden soll. Die Linzer Bundesliga-Handballer sowie die Steg-Volleyballerinnen, die ebenfalls in der höchsten heimischen Liga spielen, könnten etwa damit die seit langem gewünschte Heim-Arena bekommen. Ein Sportzentrum vor den Toren von Linz würde entstehen.

    Ein Deal? Damit könnte Linz-Bürgermeister Luger bei dem Projekt wieder in Stellung kommen und mit dem Land eine Verhandlungsbasis schaffen. Tatsächlich wird von Linzer Ballsportvereinen schon seit Jahren der Wunsch an die Stadt herangetragen, eine zeitgemäße Ballsporthalle aufzustellen. Die Spielstätte der Handballer in Kleinmünchen ist in die Jahre gekommen, die Halle der Volleyballerinnen ist nicht für Europacup-Spiele geeignet. Die TipsArena ist dafür zwar gebaut worden, doch ist nicht nur die Miete für die Vereine (zu) hoch, sie ist wegen Konzerten und dergleichen häufig besetzt.

    Die Baufirmen bringen sich in Stellung: Ein Zeichen, dass viele Weichen für das LASK-Stadion gestellt sind: Laut Insider-Informationen bringen sich große oberösterreichische Baufirmen in Stellung. Immerhin handelt es sich bei dem Stadion um ein 45-Millionen-Projekt. Dazu käme die Ballsporthalle. Auch dieser Bau würde wohl mindestens zehn Millionen kosten.

    Und der LASK? Der Fußballverein hält den Ball flach, wenn es um den Stadionbau in Pichling geht. Präsident Siegmund Gruber sagte gestern gegenüber den OÖN: "Keine Stellungnahme. Zu diesem Menschen äußere ich mich nicht." Er sprach damit Neos-Fraktionschef Lorenz Potocnik an, der tags zuvor einmal mehr einen anderen Stadionstandort ins Gespräch brachte.

    13.11.2018, 00:04 Uhr

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