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    Höhenflug: Innviertler FACC verdoppelt Ergebnis

    Höhenflug: Innviertler FACC verdoppelt Ergebnis

    RIED / WIEN. Flugzeugzulieferer zahlt seinen Aktionären erstmals eine Dividende.

    Nicht immer hatten es die Aktionäre des börsenotierten Innviertler Flugzeugzulieferers FACC leicht. In den vergangenen Monaten aber gab es Grund zur Freude. Der Aktienkurs hat sich im Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende Februar) mehr als verdreifacht. Aufgrund des Ergebnissprungs erwartet die Aktionäre erstmals seit dem Börsengang 2014 eine Dividende. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung bescheidene 11 Cent pro Aktie vor.

    Das Unternehmen hat 2017/18 seinen Wachstumskurs fortgesetzt und Neuaufträge in Höhe von 750 Millionen Euro ins Haus geholt. Dank Aufträgen von Herstellern wie Rolls-Royce, Airbus oder Boeing ist FACC für sieben Jahre ausgelastet. Der Umsatz konnte im Vorjahr um sieben Prozent auf 750,7 Millionen Euro gesteigert werden. Bis 2020 soll er eine Milliarde Euro betragen.

    Noch viel deutlicher zeigt sich die positive Entwicklung im Betriebsergebnis. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) hat sich von 25 auf 63,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Darin enthalten sind Einmaleffekte in Höhe von 15,5 Millionen Euro. Diese konnten aus den Abschlüssen von Kundenverhandlungen lukriert werden. Zudem waren erstmals alle drei Sparten positiv. Die Eigenkapitalquote stieg von 39,4 auf 45,9 Prozent. Ein sichtlich zufriedener Vorstandschef Robert Machtlinger bilanzierte: "Das war das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte von FACC."

    34.900 neue Flieger bis 2036

    Der Innviertler Konzern ist auch für die Zukunft optimistisch. Die Luftfahrtbranche werde dank steigender Lebensstandards neue Märkte erschließen. Bereits jetzt komme jede zweite Anfrage aus dem asiatischen Raum: "Die Flugzeugbauer Airbus und Boeing weisen einen Auslieferrekord auf. Bis 2036 werden 34.900 neue Flugzeuge benötigt." Zudem will die FACC neue Geschäftsfelder erschließen: Einerseits sollen Flugzeuge, die bereits im Einsatz sind, nachgerüstet werden. Dafür gebe es bereits Verträge mit AUA und Lufthansa – dadurch soll noch mehr Gepäck verstaut werden können. Andererseits wird im Bereich Flugtaxis geforscht. Erste Pilotprojekte soll es 2019 in Dubai geben.

    FACC investiert weiter in den Standort Innviertel, wo es vier Werke gibt: 100 Millionen sollen bis 2020 fließen, heuer sind es 35 Millionen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 3400 Mitarbeiter, 3120 in Österreich.

    Im Rechtsstreit mit Machtlingers Vorgänger Walter Stephan gibt es noch kein Ergebnis. Stephan musste FACC als Folge des Internetbetrugs verlassen, bei dem 52 Millionen Euro verloren gingen. Auch die auf internationalen Konten eingefrorenen Gelder sind noch nicht losgeeist. 

    (prel), 17.05.2018, 00:04 Uhr

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