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  • Wirtschaft

    Briefmonopolist Post wird langsamer und teurer

    WIEN. Der Standardtarif für die Briefzustellung steigt von 68 auf 80 Cent

    Um 17 Prozent steigt mit 1. Juli der Preis für die Briefzustellung, wenn die Post am nächsten Tag ankommen soll. Dies ist Kern eines neuen Tarifmodells, das Post-Chef Georg Pölzl gestern, Mittwoch, vorgestellt hat.

    Die Post führt unterschiedliche Geschwindigkeiten bei der Briefzustellung ein. Der sogenannte "Prio"-Tarif bedeutet eine Zustellung am nächsten Tag, was anstelle von 68 Cent künftig 80 Cent kosten wird.

    "Service leidet nicht"

    Günstiger ist der "Eco"-Tarif, der anstelle von 68 dann 70 Cent kosten wird. Dieser sieht eine langsame Zustellung vor: Die Post hat zwei bis drei Tage für die Zustellung Zeit. Ein dritter Tarif ist für Geschäftskunden vorgesehen. Bei "Eco Business" kostet ein Standardbrief 65 Cent, allerdings bedarf es einer Mindestmenge von 1000 Stück, die über ein Logistikzentrum abgewickelt wird.

    "Wir haben seit drei Jahren keine Anpassung der Preise vorgenommen", begründet Post-Sprecher Michael Homola die Preiserhöhung. Post-Chef Georg Pölzl verkauft sein neues Tarifmodell mit dem Argument: "Wer braucht schon einen Strafzettel am nächsten Tag?" Die Umstellung bringe eine erhebliche Kosteneinsparung, ohne dass das Service darunter leide. Die Kostenreduktion entstehe durch die größere Flexibilität auf der "letzten Meile" der Zustellung. 9000 Zusteller sind im Auftrag der Post österreichweit unterwegs.

    Mit dem neuen Tarifmodell reagiere die Österreichische Post AG zudem auf den stetigen Rückgang beim Briefaufkommen, sagte Pölzl. Das Briefvolumen sei jährlich um fünf Prozent rückläufig. Im Privatkundenbereich liegt der Rückgang bei zehn Prozent. Derzeit gibt eine Privatperson in Österreich im Durchschnitt 12 Euro im Jahr für Briefe aus.

    Die Zahlen für das erste Quartal 2018 zeigen, dass das Briefgeschäft nach wie vor der mit Abstand stärkste Ergebnisbringer der Post AG ist (siehe Kasten).

    Denn obwohl der Umsatz im Briefgeschäft von Jänner bis März um 3,5 Prozent auf 359,6 Millionen Euro gesunken ist, blieb das operative Ergebnis (Ebit) mit 73,6 Millionen Euro konstant. Damit erzielt der Monopolist im Briefgeschäft eine Ebit-Marge von 20,5 Prozent. 

     

    Post im 1. Quartal

    Der Umsatz der Post AG war im ersten Quartal 2018 mit 490,6 Millionen Euro stabil, wobei der Umsatz im Brief- und Filialbereich um 3,5 Prozent zurückgegangen ist. Das operative Ergebnis (Ebit) hingegen war im Briefgeschäft trotz des Umsatzrückgangs mit 73,6 Millionen Euro konstant. Der Ergebnisbeitrag des stark wachsenden Paketgeschäfts lag bei 10,9 Millionen Euro. Insgesamt erzielte die Post ein Ebit in Höhe von 56,7 Millionen Euro, weil 27,8 Millionen Euro auf die Konsolidierung entfielen.

    (sd), 17.05.2018, 00:04 Uhr

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