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  • Kultur

    Heute soll Norbert Steger das Zepter im Stiftungsrat des ORF übernehmen

    ORF-Stiftungsrat: Die vom Land Oberösterreich entsandte Katharina Hofer sieht sich als "unabhängiges" Mitglied in diesem wichtigsten Gremium des Senders.

    Heute um 10 Uhr tritt der politisch neu formierte ORF-Stiftungsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Es wird erwartet, dass der auf einem FPÖ-Ticket entsandte Norbert Steger zum Vorsitzenden des nun von ÖVP und FPÖ dominierten, mächtigen Gremiums gewählt wird. Just Steger, der vor wenigen Wochen mit fragwürdigen Aussagen aufgefallen war: Im Nachhall der ORF-Berichterstattung über die Ungarn-Wahl regte er etwa wütend an, ORF-Korrespondenten zu entlassen, die nicht in seinem Sinne objektiv berichten würden. Außerdem wollte sich Steger offenlassen, diesen oder jenen ORF-Sender zuzusperren.

    "Nicht passend"

    Für die vom Land Oberösterreich entsandte Stiftungsrätin Katharina Hofer wird es die erste Sitzung sein. Die 38-jährige Marketing-Professorin der Linzer Johannes-Kepler-Universität folgt der langjährigen Landesvertreterin Margit Hauft nach (die OÖNachrichten berichteten).

    Sechs von Hofers Landeskollegen richteten jüngst einen Fragenkatalog an Steger. Die Vertreter von Wien, dem Burgenland, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Kärnten wollten unter anderem Stegers "generelle Haltung zu Funktion, Strategie und Struktur des ORF" wissen. Warum Hofer dieses Papier nicht unterschrieben habe? "Ich bin erst ab der konstituierenden Sitzung Mitglied dieses Gremiums, daher wäre es für mich unpassend gewesen, vorher als Stiftungsrätin aufzutreten", sagt sie im Gespräch mit den OÖN. Steger hat ihren designierten Kollegen auch nicht geantwortet.

    Hofer vermeidet es noch, konkret zu werden. Ihr gehe es um das Einbringen ihrer Expertise in Marketing-Angelegenheiten und wie sich das Medienunternehmen auch unter den sich verändernden digitalen Voraussetzungen für die Zukunft aufstellt. Nur so viel: Sie wolle ihren Beitrag auf dem Weg zur intensiveren Regionalisierung des ORF leisten, "weil wir wissen, dass Menschen großes Interesse an Information aus ihrer engeren Umgebung haben. Ein wirtschaftlich, touristisch, kulturell und landwirtschaftlich so erfolgreiches Bundesland wie Oberösterreich muss im ORF auch dementsprechend abgebildet werden."

    Ihr eigenes ORF-Konsumverhalten habe sich kaum verändert, seit Mitte April feststeht, dass sie – wie von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und dessen Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) vorgeschlagen – in den Stiftungsrat einziehen wird. Von Informationssendungen über Diskussionen bis zur Unterhaltung verfolge sie alles querbeet.

    Wie sie das duale System von Gebühren und Werbeeinnahmen des ORF bewerte, dazu will sich Hofer genauso wenig äußern wie zur Frage, wie die Entpolitisierung des ORF zu meistern wäre. Hofer: "Ich bin kein Parteimitglied, ich sehe mich als unabhängige Stiftungsrätin, mir geht’s um die Sache."

    Ob sie bei der Wahl zum Vorsitzenden für Norbert Steger stimmen werde? Hofer: "Dazu kann ich keine Auskunft geben."

    Ein Porträt von Oberösterreichs neuer Stiftungsrätin Katharina Hofer lesen Sie hier

    Grafik: 



    PDF Datei (7.26 MBytes.)

    Peter Grubmüller, 17.05.2018, 00:04 Uhr

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