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  • Gesundheit
    Aufpassen beim Schneeschaufeln!

    Aufpassen beim Schneeschaufeln!

    Herzinfarkte, Zerrungen, Brüche: Vor allem Männer mit Herzerkrankungen sollten bei Minustemperaturen jetzt vorsichtig sein. Richtiges Arbeiten senkt die Unfallgefahr.

    Laut Wetterbericht ist in Oberösterreich auch in den nächsten Tagen mit teilweise hohen Neuschneemengen zu rechnen. Die weiße Pracht hat aber auch ihre Schattenseiten – wie alle jene wissen, die in der Früh verschneite oder vereiste Zufahrten, Gehsteige oder Stiegen vom Schnee befreien müssen.

    Hinzu kommen die Minustemperaturen, die das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen. "Die körperliche Belastung beim Schnee schaufeln zusammen mit dem Einatmen kalter Luft verengt die Gefäße und erhöht die Belastung für das Herz, warnen Mediziner. "Vor allem Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten vorsichtig hier sein", so Notfallmediziner Thomas Sauter und sein Team vom Inselspital Bern, die 2015 Daten über die gesundheitlichen Risiken beim Schneeschaufeln gesammelt und ausgewertet haben. Besonders oft betroffen seinen demnach übrigens Männer. "Wahrscheinlich, weil diese die ungeliebte Tätigkeit öfter übernehmen", glauben die Schweizer Wissenschafter. Ihre Empfehlungen: Aufwärmen vor dem Griff zur Schaufel und Pausen einlegen!

    Auf die Ausrüstung achten

    Hat es geschneit, schlüpfen die meisten in die nächstbesten Schuhe, greifen zur Schneeschaufel und beginnen mit dem Schneeräumen. "Wenn man Glück hat, wird man nur durch stechende oder ziehende Rückenschmerzen an das morgendliche, unfreiwillige Work-out erinnert. Wenn man Pech hat, landet man schwer verletzt in der Unfallchirurgie des nächstgelegenen Krankenhauses", sagt Raimund Gattringer, Unfallchirurg am Landeskrankenhaus Rohrbach. Denn wer unter Zeitdruck und noch dazu mit falscher Ausrüstung zum Schneeschaufeln ausrückt, setzt sich einem hohen Verletzungsrisiko aus. "Im Endeffekt handelt es sich beim Schneeschaufeln um eine komplexe körperliche Anstrengung, die Kraft und Koordination erfordert." Daher sollte man sich – so wie bei anderen sportlichen Betätigungen auch – aufwärmen, um Muskeln und Sehnen auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten und weniger verletzungsanfällig zu machen. Ansonsten seien schwere Stürze mit gebrochenen Gliedmaßen, Hüft-, Knie- und Schulterverletzungen programmiert.

    Und wie beim Sport sei auch die richtige Ausrüstung wichtig: "Also feste, rutschfeste Schuhe, wenn nötig auch mit Spikes oder Schneeketten für Stiefel. Nur so kann auch die Kraftübertragung optimal funktionieren", sagt der Experte.

    Apropos optimal: Auch der richtige Bewegungsablauf beim Schaufeln ist ein Thema. "Der Rücken sollte gerade bleiben, die Hebelwirkung sollte aus Armen und Beinen kommen", sagt Gattringer. "Es lohnt sich wirklich, sich kurz einmal ein Video dazu im Internet anzusehen, um die Schaufelbewegung richtig zu machen. Dann wird das Schneeschaufeln zwar nicht unbedingt lustiger, aber zumindest angenehmer für den Körper."

    Und noch ein paar Tipps

    Wenn möglich den Schnee wegschieben, nicht schaufeln

    Kleine Mengen: Bewegen Sie nicht zu viel Schnee auf einmal mit der Schaufel.

    Zeit einplanen: Beim Schneeräumen hat man es meistens eilig. Doch Hektik verursacht Stress, der zusätzlich belastet.

    Warm anziehen: Beim Schneeräumen wird einem rasch warm. Tragen Sie trotzdem ausreichend warme Kleidung, um sich vor der Kälte zu schützen.

    Arbeiten Sie lieber langsam, um nicht ins Schwitzen zu kommen

    Pausen machen

    09.01.2019, 00:04 Uhr

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