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    "Ich bitte diese Schweine, unsere Hütte zu meiden!"

    KALS AM GROSSGLOCKNER. 300 Liter Müll in der Hütte, 150 Liter Müll auf dem Gletscher: Der Wirt der Stüdlhütte unterhalb des Großglockners hat genug.

    Seit März 2018 sind Matteo Bachmann (26) und Veronika Tikvic (27) Pächter der Stüdlhütte (2801 Meter) am Fuße des Großglockners. Dass der höchste Berg Österreichs die Massen anzieht, wussten sie schon, bevor sie sich in dieses Abenteuer stürzten. Sie wussten auch, dass unter diesen Massen einige schwarze Schafe sind. Dass es aber so schlimm wird, hatten sie nicht geahnt. 

    "Täglich müssen wir 300 Liter Müll, hauptsächlich Essensreste und Bierdosen, von gewissen Schweinen zusammenklauben", macht Bachmann seinem Ärger in einem Facebook-Posting Luft. "Täglich sammeln fleißige Bergführer 150 Liter Müll am Gletscher auf. In Zukunft bitte ich diese Schweine, die so einen Saustall hinterlassen, unsere Hütte und unser Gebiet zu meiden", führt der Wirt aus. 

    Er ist nicht der Einzige, der im Glocknergebiet mit diesem Problem zu kämpfen hat. Im Winterraum der Erzherzog-Johann-Hütte stapelt sich der Müll in der Zwischensaison meterhoch. Es sei jedes Jahr dasselbe, sagte der bisherige Wirt der Erzherzog-Johann-Hütte, Peter Tembler. Dabei sei es doch so einfach: Was man auf den Berg trägt, nimmt man auch wieder mit ins Tal. 

     

    Gabriel Egger, 11.07.2018, 08:00 Uhr

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