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    Rette sich, wer kann

    Siegen oder fliegen: Black Wings stemmen sich gegen das K.o.

    LINZ. "Natürlich glaube ich noch daran, aber eines ist klar: Jetzt müssen wir ..." Black-Wings-Manager Christian Perthaler hat die Hoffnung auf eine Wende im Eishockey-Play-off-Viertelfinale gegen Bozen noch nicht aufgegeben.

    Der Rückstand von 1:3 in der Best-of-7-Serie beschert den Linzern heute (19.45 Uhr, ServusTV live) in der Keine-Sorgen-EisArena das erste "Do or die"-Match. Weniger martialisch ausgedrückt heißt das: siegen oder fliegen. Oder: Verlängerung statt Urlaub.

    Der EHC braucht jetzt drei Siege en suite, um sich das schlechteste Abschneiden seit der Saison 2010/11 (Viertelfinal-Aus gegen den Villacher SV unter Coach Kim Collins) zu ersparen.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das ist auch das Credo vieler Fans. Die Mannschaft, die bis zum Umfallen kämpfen wird, bekommt die hundertprozentige Unterstützung auf einem steinigen und mittlerweile schmalen Grat. Klar, dass jetzt das "Wunder von Wien" strapaziert wird. Das ist jene Semifinal-Serie 2010, in der Linz als erster und bis dato einziger EBEL-Verein ein 0:3 in einen 4:3-Triumph verwandelt hat. Diesmal ist die Ausgangsposition besser.

    Drei Erfolge hintereinander feierten die Wings zuletzt zwischen 13. und 20. Jänner – zwei Mal hieß der Gegner damals Bozen, also jene Südtiroler, die es bis dato geschafft haben, dann zuzubeißen, wenn man dachte, dass sich die Dinge zu Gunsten des EHC entwickeln würden.

    Der italienische Serienmeister hat jenen Killerinstinkt, den die Linzer brauchen. "Wir hätten jedes dieser drei Spiele, die wir verloren haben, gewinnen können", sagte Linz-Coach Rob Daum, der heute wieder auf den besten Offensiv-Verteidiger der Liga, Sébastien Piché, zurückgreifen kann.

    Der Kanadier hat seine Sperre abgesessen – und sollte das in den Play-offs harmlose Powerplay mit Energie und Schlagschüssen füttern. Vielleicht auch mit Toren.

    "From zero to hero"

    Selbstvertrauen ist etwas, das man sich erarbeiten muss. Erst recht nach drei Partien, in denen Linz kein einziges Mal geführt hat. Doch das Blatt kann sich wenden. Bestes Beispiel ist Bozens Teamspieler Luca Frigo, der "from zero to hero" aufgestiegen ist. Nachdem er vor neun Tagen in der Verlängerung in Linz den Puck ins eigene Netz befördert hatte, traf er am Sonntag in der Overtime ins gegnerische. Rette sich, wer kann.

    Zwei Anzeigen gegen Bozen, keine Sperren

    Die Black Wings sind gestern vor dem Strafsenat der Erste-Bank-Eishockeyliga mit Anzeigen gegen die Bozen-Cracks Andrew Yogan und Marco Insam wegen vermeintlicher Vergehen im vierten Viertelfinale am Sonntag (4:5 n.V.) abgeblitzt. Bei Insam hatten die Linzer einen Check gegen Kopf und Nacken von Brian Lebler beanstandet. Bei Yogan soll es ein Stockstich gegen Patrick Spannring gewesen sein.

    Linz-Verteidiger Marc-André Dorion hat andere Sorgen. Der Kanadier zog sich im turbulenten Finish in der „Palaonda“ eine Knieverletzung zu und droht länger auszufallen. Dafür wird es der an einer Schulterblessur laborierende Angreifer Rick Schofield heute versuchen.

    Alexander Zambarloukos, 07.03.2017, 00:04 Uhr

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