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    Sebastien Piche: "Der Verein wollte einfach einen Umbruch"

    LINZ / LA SARRE. Black-Wings-Verteidiger Sebastien Piche spricht im OÖN-Interview über seinen Abschied, seine Zukunft und darüber, was er an Linz am meisten vermissen wird.

    Nach seiner vierten Saison muss der 30-Jährige die Black Wings nun verlassen. Ihm wurde nach seiner punktetechnisch schlechtesten Saison in Linz kein Kontrakt mehr angeboten. Trotz stolzen 39 Scorerpunkten (neun Tore, 30 Assists). Daheim in Kanada angekommen nahm sich der lebenslustige Frankokanadier Zeit für ein Abschiedsinterview.

     

    OÖN: Sebastien, nach vier Jahren in Linz, wie hart ist es für Sie gewesen, Goodbye zu sagen?

    Sebastien Piche: Es war ziemlich hart, das muss ich zugeben. Linz ist eine Stadt, an die ich noch oft denken werde und die ich immer in Erinnerung behalte.

    Was war die Begründung für Ihren Abschied?

    Es war die Entscheidung des Teams. Wie man ja schon von anderen Spielern, die gehen mussten, gehört hat, wollen die Black Wings einen Umbruch. Aber das ist eben unser Sport. Wir sind Profis und da muss man diese Entscheidung akzeptieren.

    Was ist Ihr weiterer Plan?

    Vielleicht probiere ich eine andere Liga aus als Neubeginn. Vielleicht bleibe ich in der EBEL. Ich kann es derzeit noch gar nicht genau sagen. Mein Agent hat mein vollstes Vertrauen, dass er einen Verein findet, zu dem ich passe und der zu mir passt. Beides ist sehr wichtig.

    Sie sind am Wochenende daheim in Kanada angekommen. Was war das erste, das Sie nach Ihrer Ankunft gemacht haben?

    Ich bin zum See gefahren und habe Holz geschnitten (lacht). Nein, wirklich.

    Planen Sie einen Urlaub heuer?

    Nein, ich werde daheim bleiben und mich fit halten. Außerdem baue ich gerade ein Haus und jeder, der das schon einmal gemacht hat, wird verstehen, dass da nicht viel Zeit daneben bleiben wird. Und wenn, dann genieße ich die freien Stunden und Tage mit meiner Familie. Ich bin da sehr altmodisch.

    Was werden Sie an Linz - der Stadt und dem Verein - am meisten vermissen?

    Ganz klar: Die Atmosphäre in der Arena, der Kabine und die vielen Menschen die ich über die Jahre kennen gelernt habe. Die Fans sind wirklich unglaublich. Und, dass alles in Geh-Distanz ist in Linz. Und der gute Kaffee. Es war wirklich schön hier.

    Was war Ihr emotionalster Moment im Dress der Black Wings?

    Gute Frage. Ich würde sagen, dass mein erste Spiel im neuen Dress ein für mich emotionaler Moment war. Und dann Abend für Abend diese Emotion, diese Leidenschaft in der Halle zu spüren. 

    Angenommen Sie bleiben in der EBEL - was würden Sie neuen Teamkameraden über die Black Wings erzählen, wenn Sie im Bus nach Linz sitzen?

    Dass sie die großartigsten Fans haben und dass die Arena zu einem Hexenkessel werden kann, wenn du sie spielen lässt.

    Gibt es einen Ort oder eine Liga, in der Sie in Ihrer weiteren Karriere einmal gern spielen würden?

    Wie gesagt, ich vertraue da meinem Agent, dass das Angebot passt. Aber am reizvollsten wären für mich die russische KHL oder die schwedische SHL. Das wären Traum-Destinationen.

    Gibt es etwas, das Sie Ihren Fans noch ausrichten möchten?

    Danke für all die Unterstützung in den Jahren, die ich hier war. Es war mir ein Vergnügen, für euch zu spielen und die Stadt zu repräsentieren. Es tut mir leid, dass wir euch in dieser Zeit nicht den Meisterpokal holen konnten, denn das ist etwas, was ihr verdienen würdet. Ich hoffe, ich habe noch einmal eine Chance, für euch zu spielen. Danke.

    Markus Prinz, 03.05.2018, 08:48 Uhr

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