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    Black Wings: Ein Abgang, zwei Verlierer

    LINZ. Das ist nicht planmäßig. Jung, talentiert, im erweiterten Nationalteam-Kader - ein "echter Linzer" verlässt den Klub.
    Schon vor Wochen war Erik Kirchschläger bei den Liwest Black Wings in der Rubrik "Vertragsverlängerungen" geführt worden. Gestern tauchten Gerüchte über einen möglichen Abgang des gebürtigen Linzers, der zum erweiterten Kreis der österreichischen Nationalmannschaft gehört, auf. Heute Vormittag wurde die Angelegenheit offiziell: Der Eishockey-Verteidiger verlässt den EHC und heuert beim Erste-Bank-Liga-Konkurrenten Graz 99ers an. "Ja, ich habe letzte Woche unterschrieben", ließ Kirchschläger OÖN-Online-Redakteur Markus Prinz wissen. Ausschlaggebend war weniger die sportliche Perspektive. Der 22-Jährige und Abwehrkollege Gerd Kragl bekamen nach dem Karriereende von Robert Lukas die Zusage, mehr Einsatzzeit zu erhalten. Doch das alleine genügte nicht. Kirchschläger lag ein höher dotiertes Angebot der 99ers vor, mit den Black Wings kam er finanziell nicht auf einen grünen Zweig. Vielen Fans wird diese Entwicklung nicht schmecken: Gebürtige Linzer, die entsprechendes Talent mitbringen und noch dazu - weil jung - keine Punkte kosten, sollte man nicht ziehen lassen. Kirchschläger, der in der Saison 2012/13 für den EHC in der höchsten Spielklasse debütiert hat, bringt durchaus Potenzial mit. Sonst hätte ihn Österreichs Teamchef Roger Bader nicht bis zur vorletzten Phase der WM-Vorbereitung auf dem Zettel gehabt. Kirchschläger, der 149 EBEL-Matches für Linz bestritt und dabei vier Tore sowie 16 Vorlagen verbuchte, sucht also eine neue Herausforderung. Zurück bleiben zwei Verlierer: Die Black Wings, die ein Talent aus den eigenen Reihen nicht halten konnten, und der ehemalige Linz-Verteidiger Bernhard Fechtig. Der Vorarlberger hätte nämlich in Graz einen Vertrag bekommen, wenn Kirchschläger in Linz geblieben wäre ...

    Alexander Zambarloukos, 09.05.2018, 10:30 Uhr

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