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    Mit "Gina" fährt Vettel wieder in der Erfolgsspur

    Mit "Gina" fährt Vettel wieder in der Erfolgsspur

    SAKHIR. Formel 1: Ferrari feierte den zweiten Sieg im dritten Rennen.

    "Ferrari kämpft wieder auf dem Niveau seiner Tradition, die Scuderia hat jetzt beste Chancen auf den WM-Titel", jubelte gestern in Italien bereits die Tageszeitung "Corriere della Sera". Auch wenn das etwas voreilig sein könnte: Dank dem zweiten Sieg im dritten Rennen durch Sebastian Vettel ist die Euphorie durchaus berechtigt. Der deutsche Ex-Weltmeister gewann am Sonntag den Grand Prix von Bahrain vor seinem schärfsten Widersacher Lewis Hamilton. In der WM führt er nach seinem 44. Sieg nun sieben Zähler vor dem Briten.

    Auf den Namen "Gina" taufte Vettel den SF70H heuer, und der rote Flitzer zeigte bisher im Gegensatz zu seinen Vorgängermodellen wieder, was wirklich in der Traditionsmarke steckt. Zudem trifft man am Kommandostand mehr als früher wieder die richtigen Entscheidungen. So auch in Sakhir am Sonntag.

    In Bahrain zwang Ferrari Mercedes mit einem frühen Boxenstopp bereits in die Defensive. Vettel, der am Start Hamilton bereits überholt hatte, wechselte die Startgarnitur der Supersofts gegen einen frischen Satz derselben Mischung schon in der zehnten Runde. Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas, der erstmals aus der Pole Position ins Rennen gegangen war, kam wegen eines defekten Generators nicht auf Touren, nach Vettels Stopp musste er sich hinter ihm einreihen und wurde am Ende Dritter. Auch, weil die Mercedes-Box Hamilton zweimal am schwächelnden Teamkollegen vorbeidirigierte – doch auch die Stallorder half nichts.

    Gegen die in den letzten Jahren so dominanten Silberpfeile sieht Vettel nun wieder Land. Eine WM hat der 29-Jährige nie verloren, wenn er sie einmal angeführt hat. "Es ist noch ein langes Jahr, damit beschäftige ich mich nicht", erklärte Ferraris Hoffnung auf den ersten WM-Titel seit zehn Jahren.

    Hamilton tröstete sich mit dem 107. Podestplatz seiner Formel-1-Karriere. Der 32-Jährige übertraf damit auch Legende Alain Prost und liegt in der Bestenliste nur noch hinter Rekordhalter Michael Schumacher (155 Podestplätze).

    Enttäuschung bei Red Bull

    Für Vettels Ex-Team Red Bull endete ein hoffnungsvoll begonnenes Rennen mit einer Enttäuschung. Zwar wurde Daniel Ricciardo Fünfter. Doch Jungstar Verstappen, zuletzt in China vom 16. Startplatz aufs Podest gefahren und nach starkem Start als Vierter sogar Druck auf Hamilton ausübend, rutschte nach einem Boxenstopp mit einem Bremsproblem von der Strecke und schied aus. 

    (fei), 18.04.2017, 00:04 Uhr

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