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    AUTO-PRIX-CHN-F1

    Lewis Hamilton setzt in Shanghai die ersten Duftmarken

    SHANGHAI. Auf seinem Erfolgs-Kurs in Shanghai hat Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton das erste Kräftemessen zum Großen Preis von China mit seinem WM-Rivalen Sebastian Vettel für sich entschieden. In beiden Trainingseinheiten zum dritten Saisonlauf am Sonntag lag der britische Mercedes-Pilot und fünffache China-Sieger am Freitag voran.

    Der zweifache Saisonsieger Vettel wurde im Ferrari Sechster und Vierter. Allerdings lassen sich aus den Zeiten nur schwer genaue Vorhersagen für das Qualifying am Samstag (08.00 Uhr MESZ) und das Rennen einen Tag später treffen. Im Vergleich zur ersten eineinhalbstündigen Trainingseinheit am Vormittag verringerten sich die Abstände in der Nachmittagssession. Im zweiten Abschnitt lag Hamilton mit seiner Tagesbestzeit von 1:33,482 Minuten nur noch sieben Tausendstelsekunden vor Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen.

    Der Deutsche, der noch hinter dem drittplatzierten Valtteri Bottas im zweiten Mercedes landete, hatte einen Rückstand von 0,108 Sekunden auf Hamilton. Im ersten Training bei böigem Wind und niedrigeren Temperaturen betrug der Abstand auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit noch 0,862 Sekunden.

    Auf das Tempo gedrückt

    "Wir haben alle Runden durchgezogen, die wir brauchten, und haben ein gutes Feedback vom Auto bekommen", erklärte Hamilton. "Die Balance ist gut, aber wir müssen noch an der Feinabstimmung arbeiten. Ferrari war schnell, und Red Bull sah auf den Long Runs wirklich sehr schnell aus."

    Red Bull Racing landete zweimal mit dem Niederländer Max Verstappen an fünfter Stelle, Daniel Ricciardo war einmal Vierter und einmal Neunter. "Es schaut nicht so schlecht aus, wir müssen in der Abstimmung noch etwas finden. Die Long Runs von Verstappen waren sehr gut. Es ist schmerzhaft, wenn man ein Auto fürs Podium hat und zweimal nicht ins Ziel kommt. Wenn die Temperatur bleibt, wie sie ist, schaut das ganz gut aus", hatte Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko nach dem ersten Training gemeint. "Am Ende des Tages sah es mit dem Speed gut aus, und ich denke, wir können mit der Leistung des Autos zufrieden sein", meinte Verstappen.

    Der Franzose Pierre Gasly, beim Grand Prix von Bahrain sensationell Vierter, holte für Toro Rosso am Freitag die Plätze elf und zwölf heraus.

    Vor dem dritten von 21 Saisonrennen führt Vierfach-Champion Vettel nach seinen Erfolgen in Australien und Bahrain vor einer Woche das Klassement mit 50 Punkten an. Hamilton liegt 17 Zähler dahinter, Dritter ist Bottas (22 Punkte).

    5000 Euro Strafe für McLaren

    Auch am ersten Trainingstag in China hatten sich die Stewards mit einer fehlerhaften Radmontage zu beschäftigen. Das Team McLaren hatte in der zweiten Einheit den Belgier Stoffel Vandoorne losgeschickt, obwohl das rechte Hinterrad nicht ordnungsgemäß befestigt war. Die Rennleitung sprach gegen die britische Equipe eine Geldstrafe von 5.000 Euro aus. 

    Wegen fahriger Arbeitsweise der für die Radwechsel verantwortlichen Boxencrew waren schon Haas in Australien und Ferrari in Bahrain belangt worden. Bei Haas hatten die Fehler zum Ausscheiden der beiden Fahrer Romain Grosjean und Kevin Magnussen geführt. Bei Ferrari waren Kimi Räikkönen und vor allem der Mechaniker Francesco Cigarini die Leidtragenden. Räikkönen wurde zur Aufgabe gezwungen, Cigarini erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch, nachdem ihm der Finne über das linke Bein gefahren war.

    OÖN-Sport/APA, 13.04.2018, 13:38 Uhr

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