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    Zweite Liga im Hinterkopf

    Zweite Liga im Hinterkopf

    STEYR. Regionalliga: Vorwärts-Steyr-Präsident Reinhard Schlager träumt zum 100-jährigen Vereinsjubiläum von einem Aufstieg in die neue zweite Liga.

    Am vergangenen Freitag feierte Fußball-Regionalligist Vorwärts Steyr sein 98-jähriges Vereinsbestehen – einen Tag davor gab es mit dem 1:0 gegen Pasching/LASK schon ein würdiges Geburtstagsgeschenk. Eine Feierlichkeit nach der anderen für Reinhard Schlager, der mittlerweile seit einem Jahr dem Verein als Präsident vorsteht. Im OÖN-Interview zieht der Klub-Boss eine erste Bilanz seiner bisherigen Amtszeit und spricht über Ziele und die neue zweite Liga.

     

    OÖNachrichten: Sie sind seit einem Jahr Vorwärts-Präsident – wie sieht Ihr erstes Fazit aus?

    Reinhard Schlager: Fad war uns in dieser Zeit sicher nicht. Es ist einiges weitergegangen. Wir haben ja fast den kompletten Vorstand umgekrempelt und versucht, alles auf professionellere Beine zu stellen. Ich glaube, das ist uns auch gut gelungen.

    Dieser Trend soll fortgeführt werden – bald soll ein neuer Wirtschaftsbeirat installiert werden, stimmt das?

    Ja, das ist richtig. Der neue Wirtschaftsbeirat soll auch eine Visitenkarte des Vereins sein. Es werden viele hochkarätige Firmen und Sponsoren dabei sein.

    Ihr Klub liegt momentan auf Platz fünf. Vergleicht man das Vorwärts-Budget mit anderen Drittliga-Vereinen, ist das eigentlich eine kleine Sensation, oder?

    Im Sommer bekam ich noch Anrufe, ob uns bei der Zusammenstellung der Mannschaft alle guten Geister verlassen haben (lacht). Wir haben aber immer an das Team geglaubt. Die Mannschaft ist ein echtes Kollektiv, der Altersschnitt ist gut, und einige spielen schon zwei, drei Jahre zusammen. Das sieht man auch auf dem Platz.

    In der nächsten Saison will man noch weiter vorne mitmischen – müsste man dafür nicht auch das Budget erhöhen?

    Wir arbeiten daran. Um die Liga zu dominieren, bräuchte es wahrscheinlich Verstärkungen. Obwohl, eigentlich bin ich mir gar nicht sicher, ob man für die kommende Saison wirklich so viel ändern müsste, um ganz vorne mitzuspielen. Wie gesagt: Wenn die Mannschaft beisammen bleibt, wird sie automatisch noch besser und eingespielter. Ich traue mir sogar zu sagen: Wenn wir mit diesem Team in den nächsten Jahren weiter zusammenarbeiten, könnten wir damit auch in der neuen zweiten Liga mitspielen.

    Sie haben die kommende Liga-Reform angesprochen: Wie attraktiv wird die neue zweite Liga für Vorwärts Steyr?

    Man muss sehen, wie sich diese neue zweite Liga entwickelt, auch ob und wie viele TV-Spiele es gibt und wie die Bundesliga die Gelder verteilt. Ich glaube aber, die Liga könnte für Vorwärts Steyr interessant sein. Sicher würde es fünf bis sechs reine Profi-Vereine geben. Unter diesen sehen wir uns nicht.

    Sehen Sie sich dann noch im Vorwärts-Stadion?

    Kurzfristig ja. Für diese zweite Liga wäre unser Stadion sicher tauglich. Wenn man in der Infrastruktur schnell etwas verbessern muss, dann sind das die Trainingsmöglichkeiten.

    Diese ambitionierten Ziele sollen auch die Vorwärts-Fans wieder in das Stadion locken...

    Im Herbst waren bei Spielen plötzlich nur noch 500 Fans im Stadion. Das hat mir persönlich wehgetan. In den jüngsten Heimspielen waren die Zuseherzahlen zum Glück wieder besser. Da haben mir einige sogar erzählt, dass sie einige Jahre nicht im Stadion waren, jetzt aber wieder eine Aufbruchsstimmung spüren.

    In der Vorwoche feierte der Klub seinen 98. Geburtstag – wo sehen Sie Vorwärts Steyr zum 100-Jahr-Jubiläum?

    Träumen darf ja erlaubt sein. Wenn es sich irgendwie realisieren lässt, wäre ein Aufstieg in die neue zweite Liga zum Hunderter schon eine tolle Sache.

    Raphael Watzinger, 18.04.2017, 00:04 Uhr

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