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    Vorwärts-Präsident: "Unsere Zuschauer sind heiß auf Bundesliga-Fußball"

    Vorwärts-Präsident: "Unsere Zuschauer sind heiß auf Bundesliga-Fußball"

    STEYR. Reinhard Schlager sieht seinen Verein gut aufgestellt, der Aufstieg sei aber kein Muss.

    Heute, Freitag, hat das Warten der Vorwärts-Fans ein Ende. Mit dem Auswärtsspiel in Vöcklamarkt beginnt für die Rot-Weißen wohl die spannendste Frühjahrssaison seit Langem. Gleichzeitig muss der Verein bis 15. März auch abseits des Spielfelds Auflagen erfüllen, will er ab kommender Saison in der zweiten Liga spielen.

    Wie sieht es mit der Zulassung für die 2. Liga aus?

    Schlager: Wir müssen, was die Infrastruktur betrifft, bis 15. März nur noch eine Auflage erfüllen. Für die neue 2. Liga ist eine Spielfeldlänge von 105 Meter gefordert. Unser Platz ist aber 107 Meter lang. In den nächsten Tagen werden wir das Tor vor der Südtribüne um zwei Meter versetzen müssen. Die Forderung bringt aber auch Vorteile. Wir bekommen etwas mehr Abstand zur Tribüne. Durch den Schatten der Süd-Tribünenüberdachung war gerade der Torraum immer sehr sumpfig. Das sollte durch das Versetzen besser werden. Und durch den neuen Raum können Ersatzspieler künftig auch hinter dem Tor aufwärmen.

    Kann der Verein finanziell alle Auflagen erfüllen?

    Aus unserer Sicht, ja! Wir haben am 1. Dezember einen geprüften Jahresabschluss abgegeben und jetzt eine Halbjahresbilanz, einen Liquiditätsplan und einen Budgetvoranschlag für die 2018/2019 eingereicht. Es ist ein riesiger Katalog an Formularen abzugeben. Das reicht bis zu einem Strafregister-Auszug des Präsidenten.

    Mit welchem Budget planen Sie für den Fall des Aufstiegs?

    Wir planen mit einer Million Euro. 100.000 Euro können wir inklusive des Österreicher-Topfs von der Bundesliga lukrieren. 10.000 Euro beträgt die Teilnahme-Gebühr. Jetzt haben wir etwas mehr als 750.000 Euro Budget. Die Erhöhung soll großteils mit zusätzlichen Sponsoren finanziert werden. Mit einigen bestehenden Sponsoren gibt es auch Vereinbarungen, dass sich der Sponsorbetrag beim Aufstieg erhöht.

    Wie soll künftig das Gesicht der Mannschaft aussehen?

    Ob wir aufsteigen oder nicht – das Gesicht der Mannschaft wird sich nicht groß verändern. Wir haben mit Noggler und Petter im Winter zwei Spieler geholt, die sich schon sehr gut eingefügt haben. Klar, es wird immer Kaderveränderungen geben und für einige Spieler wird die Regionalliga das Höchste der Gefühle bleiben. Wir sollen so aufgestellt sein, dass wir im Falle des Aufstiegs dann mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Mehr ist auch nicht drinnen. Namhafte Spieler würden unser geplantes Budget ganz schnell sprengen. Insgesamt gesehen haben wir eine junge Mannschaft, die in den letzten zwei Jahren gewachsen ist und weiter wachsen wird. Das ist ja das Schöne an der Geschichte und deshalb wäre auch der Nicht-Aufstieg absolut kein Beinbruch. Es sind noch 36 Punkte zu vergeben und die Spieler haben es selbst in der Hand, unter die ersten Drei zu kommen. Ich traue es ihnen auf jeden Fall zu.

    Welche Rolle können die Zuschauer spielen?

    Wir rechnen im Fall des Aufstiegs mit einer großen Steigerung. Wir haben mit dem Steyrtal und dem Ennstal ein großes Einzugsgebiet. Die Leute sind heiß auf Bundesliga-Fußball. 2000 Zuschauer im Schnitt ist ein realistisches Ziel.

    Stefan Minichberger, 09.03.2018, 00:04 Uhr

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