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    Österreichs Torjägerin hat den Kick

    Österreichs Torjägerin hat den Kick

    WAGENINGEN. Frauen-EM: Trifft die Tirolerin Nicole Billa auch morgen zum Start gegen die Schweiz?

    Wenn Österreichs Frauen-Nationalmannschaft morgen mit dem Gruppenspiel gegen die Schweiz in die Fußball-Europameisterschaft startet (18 Uhr), könnte sie in den Mittelpunkt rücken: die Tirolerin Nicole Billa gilt im rot-weiß-roten Sturm als gefährlichste Waffe. Drei der jüngsten fünf Tore des Nationalteams gingen auf ihr Konto.

    Dass Billa einmal beim Profi-Fußball landet, war lange ungewiss. Denn die 21-Jährige trifft auch mit den Händen sehr gut und holte als Kickboxerin drei Welt- und Europameistertitel bei den Juniorinnen. Vor vier Jahren entschied sie sich dazu, sich als Fußballerin den Kick zu geben. Beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim und auch im ÖFB-Nationalteam ist sie jetzt eine feste Größe.

    Den EM-Auftakt kann sie kaum mehr erwarten. Mit der Außenseiterrolle beschäftigt sie sich nicht so gerne. Billa spricht lieber von den Qualitäten der Mannschaft. "Unser Spiel ist generell immer sehr aggressiv. Unser Teamgeist und unsere Mentalität zeichnen uns aus." Ihre Erwartungen für die EM? "Wir wollen uns gut verkaufen und zeigen, dass wir zu Recht bei der Endrunde sind."

    Billas Vertrag in Hoffenheim läuft übrigens noch zwei Jahre. Bis 2019 wird sie dann auch ihre parallel zur Karriere laufende Ausbildung zur Erzieherin und Kindergärtnerin abgeschlossen haben. "Als Frau spielt man nicht so lange wie ein Mann, verdient auch nicht so viel Geld wie ein Mann, deshalb ist es einfach wichtig, nebenbei dazu etwas zu machen", sagt sie.

    Eröffnung an Niederlande

    Die Niederlande haben die Titelkämpfe mit einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Norwegen eröffnet. Das Oranje-Team präsentierte sich gestern im Auftaktspiel im Stadion Galgenwaard von Utrecht dem EM-Mitfavoriten spielerisch überlegen und hatte die besseren Chancen. Zur Matchwinnerin avancierte Shanice van de Sanden mit ihrem Kopftor in der 66. Minute.

    Damit feierten die Gastgeberinnen vor 21.732 Zuschauern, unter ihnen auch König Willem-Alexander, einen Auftakt nach Maß gegen den Vize-Europameister von 2013.

    In der zweiten Partie der Gruppe A trafen am Abend Dänemark und EM-Neuling Belgien in Doetinchem aufeinander. Das Spiel war bei Druckbeginn dieser Ausgabe noch im Gange.

    17.07.2017, 00:04 Uhr

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