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    Der LASK feierte einen souveränen Auswärtssieg.

    LASK-Stadionstandort lässt die Wogen hochgehen

    LINZ. Nach dem OÖN-Exklusivbericht über das geplante LASK-Stadion in Pichling gibt es erste Reaktionen von Politikern und ehemaligen LASK-Spielern.

    Für den Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SP) bedarf es einer Umwidmung der Fläche, wenn der LASK beim Pichlingersee das neue Stadion bauen will. Diese Umwidmung werde nicht nur den Linzer Gemeinderat beschäftigen, es brauche auch eine Bewilligung des Landes Oberösterreich. „Sollte der LASK über das neue Stadion reden wollen, dann stehe ich jederzeit für Gespräche bereit“, sagte Luger. Er werde nichts behindern

    Robert Zeitlinger, Bürgermeister von St. Florian, äußert Bedenken an dem geplanten Standort: „Natürlich ist es grundsätzlich positiv, wenn das Stadion aus der Stadt rauskommt. Und wenn es bei uns die Wirtschaft belebt, dann freut uns das natürlich. Aber wir haben auch Bedenken, was das zusätzliche Verkehrsaufkommen betrifft. Die Situation auf der B1 ist jetzt schon sehr angespannt, da braucht es eine kluge Verkehrslösung“, sagt Zeitlinger. 

    Cornelia Hamberger, Vizebürgermeisterin von Asten, ist skeptisch: „Einen wirklichen Mehrwert durch das Stadion sehe ich für Asten nicht“, sagt Hamberger die den auf Urlaub weilenden Bürgermeister vertritt. Hamberger fürchtet eher „eine zusätzliche Belastung.“ Die B1 sei jetzt schon überlastet, „jeden Tag staut es“, sagt Hamberger.

    Fußballfans, die mit dem Auto zum künftigen Stadion fahren, würden wohl über die Westautobahn, Abfahrt Asten/St.Florian anreisen. „Und dann müssen sie auf der B1 Richtung Linz fahren und damit auf einer Straße, die jetzt schon überlastet ist“, sagt Hamberger. Eine andere Zufahrt zum Gelände sei aus Platzmangel – „Da ist ein Betriebsbaugebiet“ - schwierig zu realisieren. Deshalb pocht Hamberger auf „ein umfassendes Verkehrskonzept“.

    Video: Die Meinungen vor Ort divergieren in alle Richtungen.

    Helmut Köglberger sieht die Entscheidung positiv: „Wirtschaftlich ist dieses Stadion für den LASK überlebensnotwendig. Mit einer Zuschauer-Kapazität wie jetzt in Pasching kommst du nicht weit. Wenn die Anbindung gut ist, ist der Standort zweitrangig. In Pichling passt das. Ein Stück außerhalb der Stadt ein Stadion zu bauen, ist im Fußball gang und gebe. Bei den Bayern ist das beispielsweise auch der Fall.“

    Dolfi Blutsch ist vor allem über die Lage des geplanten Stadions glücklich: „Das Stadion dorthin zu bauen ist sehr gut für den LASK und Linz. Mit der Autobahn, den öffentlichen Verkehrsmitteln und der Bundesstraße hat man dort tolle infrastrukturelle Voraussetzungen. Eine super Lage! Linz braucht ein Stadion. Insofern ist es auch nur sinnvoll, dass Stadt und Land Geld investieren, schließlich ist Sport für unsere Jugend sehr wichtig.“

    Der Linzer Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP) sieht das geplante Stadionareal aus verkehrspolitischer Sicht nicht problematisch. Da die Spiele überwiegend am Wochenende stattfinden würden, werde sich das Verkehrsproblem in Grenzen halten. Grundsätzlich sei der Standort in Pichling kein schlechter.

    Für den Linzer Neos-Gemeinderat Lorenz Potocnik hat „eine Fußballarena für 18 LASK-Heimspiele hier nichts verloren“. Auf der 20 Hektar großen Fläche könnte auch ein neuer Stadtteil für bis zu 7000 Menschen entstehen, so Potocnik. Für ihn gibt es nur eine Devise: „Die Stadt Linz darf bei diesem Spiel nicht mitmachen."

     

    Lesen Sie auch: Der Weg des LASK zum eigenen Stadion

     

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    nachrichten.at, 14.03.2018, 12:14 Uhr

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