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    Ist die Strafe für Rapid hart genug?

    Ist die Strafe für Rapid hart genug?

    WIEN. Sperre der Fanblocks für ein Spiel und 100.000 Euro nach Derby-Ausschreitungen.

    Der Strafsenat der österreichischen Fußball-Bundesliga sprach von einer "besonders harten" Strafe gegen den SK Rapid. Viele Fußballfans halten jene Konsequenzen, die für die Ausschreitungen im Wiener Derby beim 1:1 gegen die Austria ausgesprochen wurden, für zu milde.

    Für das Werfen von Gegenständen gegen Austria-Kapitän Raphael Holzhauser sowie das unbefugte Betreten des Spielfelds zweier Zuschauer bei einem gefährlichen Austria-Angriff muss Rapid insgesamt 100.000 Euro bezahlen. Rapid will sich das Geld im Regress von den Verursachern, die per Videoüberwachung identifiziert werden konnten, zurückholen.

    Viel schwerer wiegt die Blocksperre, die ebenfalls verhängt wurde. Die Ränge hinter beiden Toren bleiben bei einem Spiel leer. Das entspricht insgesamt 14.000 freien Plätzen im 28.000 Zuschauer fassenden Allianz-Stadion. Sollte es in den nächsten zwölf Monaten daheim oder auswärts einen weiteren Vorfall geben, würde automatisch eine Sperre für ein weiteres Spiel dazukommen.

    Rapid überlegt Protest

    Spannend wird auch sein, wie die Klubführung langfristig reagiert. Geschäftsführer Christoph Peschek, der selbst aus der Stehplatz-Fanszene stammt, geht bei diesem Thema nach Möglichkeit auf Tauchstation. Präsident Michael Krammer ist von jener Fanbasis bei seiner Wahl zum Präsidenten forciert worden, gegen die er sich jetzt stellen muss. Auch dieser Doppelpass wird schwierig.

     

    14.02.2018, 00:04 Uhr

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