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    Neymar-Transfer könnte verheerende Kettenreaktion auslösen

    MÜNCHEN. Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge befürchtet negative Folgen, ein Sportexperte spricht gar von Anzeichen eines Crashes.

    Die 222 Millionen Euro, welche für den Transfer von Neymar von Barcelona zu Paris St. Germain den Besitzer wechselten, stellten alles bisher Dagewesene in den Schatten. Dieser Vorstoß in eine neue Sphäre könnte Auswirkungen auf den gesamten europäischen Spielermarkt haben.

    Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern, meint gegenüber der „FAZ“, dass mit diesem Mega-Deal bereits eine Kettenreaktion in Gang gesetzt worden ist: „Die 222 Millionen Euro Ablöse sind jetzt im Fußballkreislauf. Barcelona wird einkaufen. Sie wollen ja offensichtlich Dembele aus Dortmund. In der Folge würde der BVB wieder neu investieren. Die Erfahrung zeigt, die Ablösesummen und Gehälter werden durch solche außergewöhnliche Deals weiter steigen - auch in Deutschland.“

    Für den 20-jährigen Ousmane Dembele boten die Katalanen zuletzt 120 Millionen Euro, doch der Transfer spießt sich. Vor einem Jahr hatte Dortmund den Offensivspieler für „läppische“ 15 Millionen aus Rennes geholt.

    Experte befürchtet einen Crash des Marktes

    Eine intensive Wertinflation ist für gewöhnlich ein Merkmal einer Blase. Anzeichen dafür will Experte Robert Wilson von der britischen Sheffiled Hallam University nun bei Spielertransfers erkennen. Der Wechsel von Neymar habe “den europäischen Transfermarkt angeheizt, der bereits eine Hyperinflation erlebt“, spricht er gegenüber „Bloomberg“ sogar von einem möglichen Crash.

    Rummenigge ist deshalb dafür, mit den Summen ein "gewisses Niveau" einzuhalten. Wobei allerdings der FC Bayern jener deutsche Klub ist, der die höchsten Ablösesummen bezahlt.

    OÖN-Sport, 11.08.2017, 11:14 Uhr

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