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    So tickt der neue Blau-Weiß-Trainer

    LINZ. Fußball-Erste-Liga-Klub Blau-Weiß Linz präsentierte mit Günther Gorenzel-Simonitsch heute offiziell seinen neuen Trainer. 

    Er wurde in Österreich Meister mit der Wiener Austria und dem GAK, schnupperte mit dem russischen Top-Klub Rubin Kazan Champions-League-Luft und war in Deutschland bei Hoffenheim, 1860 München und Kaiserslautern tätig. Jener Mann kommt jetzt zu Blau-Weiß Linz. Aber: Günther Gorenzel-Simonitsch war bisher immer nur Co-Trainer, startet beim Stahlstadtklub seine erste Mission als Chefcoach. „Er ist der optimale Trainer für diese Mannschaft. Er ist einer, der dem Team alles abverlangt. Aber gleichzeitig schafft er es, dass er wertschätzend mit den Spielern umgeht“, sagt Blau-Weiß-Sportchef David Wimleitner. 

    Der 45-jährige gebürtige Steirer setzte sich in der engeren Auswahl gegen die beiden weiteren Top-Kandidaten Thomas Hofer (Anif) und den ehemaligen Kaiserslautern-Coach Konrad Fünfstück durch. Wimleitner: „Ich hätte mir alle drei Kandidaten sehr gut bei uns vorstellen können. Mein Einser-Kandidat ist es schlussendlich auch geworden.“ Der Titel „Einserkandidat“ bezieht sich dabei nicht nur auf die Präferenzen des Sport-Vorstands, sondern auch auf die beeindruckende Vita des neuen Trainers. Günther Gorenzel ist der erste Österreicher der den Fußballlehrer-Lehrgang des Deutschen Fußballbundes abschloss – und das mit einem Notenschnitt von 1,0. Eine Ausbildung die der UEFA PRO Lizenz entspricht.

    Ob der neue Mann, der bei seinen zahlreichen Auslands-Stationen bereits mit Spielern wie Liverpool-Star Roberto Firmino (bei Hoffenheim) zusammengearbeitet hat, beim österreichischen Zweitligisten einen Kulturschock erleiden wird? „Sicher nicht. Ich habe einen klaren Eindruck vom Verein und sehe großes Potential im Team“, freut sich der Grazer auf seine neue Aufgabe. In Linz unterschrieb er einen Zweijahres-Vertrag.

    Seine Erfahrung wird ihm bei der Akklimatisierung helfen - unter Trainergrößen wie Walter Schachner oder Marco Kurz lernte er sein Handwerk. In München verfolgte er immer wieder die Arbeit von Pep Guardiola, Trainer des Lokal-Rivalen FC Bayern. Gorenzel ist ein moderner Typ und ein akribischer Arbeiter - das soll man in der kommenden Saison auch auf dem Platz sehen. “Ich bin keiner, der auf Abwarten spielt. Ich will meine Mannschaft permanent agieren und gegen den Ball arbeiten sehen. Im Ballbesitz wollen wir eine klare Struktur haben und Schritt für Schritt ins Detail gehen.“

    Ex-Trainer Schmidt gab die Vorlage

    Der neue blau-weiße Chef am  Rasen soll die erfolgreiche Arbeit von Ex-Trainer Klaus Schmidt fortsetzen. Ausgerechnet der ehemalige Coach gab die Empfehlung für Gorenzel ab. Beide arbeiteten beim GAK gemeinsam als Assistenztrainer unter Walter Schachner zusammen - der Kontakt riss nie ab. Blau-Weiß war Gorenzel deswegen nie fremd: „Wenn ein enger Kollege ein Team übernimmt, verfolgt man das auch intensiver. Ich habe mich mit Klaus  viel ausgetauscht“. Dass er auf die Kaderplanung nicht mehr eingreifen kann, stört ihn nicht: „ Der Kader ist sehr gut zusammengestellt.“ 

    Ein Saisonziel ließ sich der diplomierte Fußballlehrer nicht entlocken: „Als Trainer sollte man in Prozessen denken. Absolviert man diese erfolgreich, kann man zufrieden sein.“ Direkter ist da schon Blau-Weiß-Sportchef Wimleitner: „Ried schätze ich ähnlich dominant ein, wie der LASK in der Vorsaison. Auch Wacker Innsbruck hebt sich wohl ab von den anderen Teams. Dann ist aber alles offen. Wir wollen einen Top-Fünf Platz erreichen.“

    Raphael Watzinger, 19.06.2017, 14:22 Uhr

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