• Blau Weiß Linz
    Derby-Randale

    Nach Derby-Randale: Das sagt Blau-Weiß

    LINZ. Das erste OÖ-Derby in dieser Erste-Liga-Saison zwischen Blau-Weiß Linz und Ried endete mit schweren Ausschreitungen. Die Linzer wollen die Vorfälle jetzt aufarbeiten.

    Kaum wurde das erste OÖ-Derby in dieser Erste-Liga-Saison zwischen Blau-Weiß Linz und Ried abgepfiffen, gingen die Randale los. Ried-Anhänger wollten aus dem Gästesektor in Richtung Blau Weiß-Fans - wilde Schlägereien waren die Folge. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an - insgesamt waren bei diesem Hochrisikospiel mehr als 150 Beamte im Einsatz.

    Doch wie konnte es überhaupt soweit kommen? Darüber macht sich gerade auch Blau-Weiß-Klubmanager Roland Arminger, der bei allen Sicherheitsbesprechungen dabei war, seine Gedanken. "Bis zum Abpfiff war alles ruhig. Unsere Fans haben sich vorbildlich verhalten. Und dann passiert so etwas", konnte er es auch einen Tag danach noch nicht glauben.

    Er ging bereits auf Ursachenforschung. Blau-Weiß-Fans sollen die Rieder Anhänger provoziert haben, davon hat Arminger bei einer ersten Sichtung von Videos aber nichts gesehen: "Den ersten Schritt haben klar die Rieder gemacht. Sie haben es während der zweiten Halbzeit geschafft, ein Netz zu durchschneiden und sind dann Richtung Blau-Weiß-Sektor gelaufen."

    Eine Vielzahl an Blau-Weiß-Fans ist darauf in Richtung Gästeblock gelaufen. Arminger: "Dafür gibt es keine Entschuldigung. Wir verurteilen Gewalt auf das Schärfste. Wir müssen jetzt aber einmal das Videomaterial auswerten, um weitere Schritte setzen zu können."

    Warum wird die Pufferzone nicht besetzt?

    Erst nach einigen Minuten konnten die Tumulte unter Kontrolle gebracht werden. Weil lediglich Ordner die Pufferzone zwischen dem Ried-Sektor und jenem des Heimteams sicherten. "Die Polizei verfolgt das Konzept zu deeskalieren. Viele Kräfte vor den Sektoren würden ihrer Meinung nach die Problem-Fans provozieren", erklärt Arminger. Fakt ist: Schon in der Vorsaison kam es beim Linzer Derby in Pasching zu Ausschreitungen, weil die Pufferzone nicht sorgfältig bewacht wurde. Warum der gleiche Fehler am Freitag bei einem sogenannten Risikospiel abermals passierte, bleibt ein Rätsel. 

    LASK-Fans beteiligt?

    Außerhalb des Stadions gingen die Randale weiter:  Beim Weg der Rieder Fans zurück zum Bahnhof wurden sie mit Wurfgeschossen attackiert. Im Bereich der "Waldeggspinne" wurden auch Polizisten von Fußballfans mit Tritten und Schlägen angegriffen. Die Polizei nahm drei Hauptverdächtige fest, sie werden angezeigt.

    Kurios: Bei den Übergriffen gegen die Innviertler nach dem Spiel soll es sich nicht um Blau-Weiß-Anhänger gehandelt haben. "Nach meinen Informationen waren das LASK-Fans, die auch schon vor dem Spielbeginn Probleme machen wollten. Das konnte die Exekutive aber verhindern", sagt Arminger.

    Raphael Watzinger, 12.08.2017, 20:15 Uhr

    Mehr zum Thema
    Mehr Blau Weiß Linz
    Blau Weiß Linz Übersicht
    Zurück Zum Seitenanfang