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    Derby-Nachspiel mit Fäusten: Drei Festnahmen

    LINZ. Der Schlusspfiff im Linzer Stadion war der Anpfiff für die Polizei. Beim Nachspiel zwischen Ried und Blau-Weiß flogen gestern die Fäuste.

    Rieder Fans bewegten sich nach Schlusspfiff in Richtung Blau-Weiß-Sektor, nachdem sie davor provoziert worden sein sollen. Am Ende blieben sich beide Gruppen nichts schuldig. Die Polizei stellte sich mit einem Großaufgebot dazwischen. Auch außerhalb des Stadions hat es noch einmal gekracht: Beim Weg der Rieder Fans zurück zum Bahnhof wurden sie von Blau-Weiß-Fans mit Wurfgeschossen attackiert. Im Bereich der "Waldeggspinne" wurden auch Polizisten von Fußballfans mit Tritten und Schlägen angegriffen. Die Polizei nahm drei Hauptverdächtige fest, sie werden angezeigt.

    Jetzt wird natürlich auch das Rieder Spiel am Montag gegen Innsbruck besonders brisant. Die Partie wird von der Fußball-Bundesliga als Hochrisikospiel eingestuft. Zudem ist bei diesem Duell generell Vorsicht geboten.

    Auf Twitter fordert Landespolizeidirekor Andreas Pilsl Stadionverbot für "Problemfans":

    Gorenzel stolz auf die Spieler

    In den Kabinen bekam man von alldem natürlich nichts mit. Rieds Trainer Lassaad Chabbi versuchte nach dem verschenkten Sieg zu beruhigen: „Wenn wir auswärts immer unentschieden spielen und daheim gewinnen, dann steigen wir auf.“ Blau-Weiß-Trainer Günther Gorenzel strahlte mit seinen Spielern um die Wette. „Dieses Spiel war ein Balanceakt. Wir haben in der zweiten Spielhälfte viel riskiert. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Spieler.“ Torschütze Tobias Pellegrini, der erneut nach seiner Einwechslung traf: „So lange ich treffe, kann ich auch mit der Jokerrolle sehr gut leben. Das Tor ist ganz besonders.“

    Raphael Watzinger, nachrichten.at, 12.08.2017, 11:42 Uhr

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