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    Zauberhaftes Zauchensee

    Zauberhaftes Zauchensee

    Der Weltcupskiort im Pongau hat viele Geschichten zu erzählen. Vom Hotelier und Weltmeister Walchhofer, vom höchsten Bauernmarkt der Alpen oder von kulinarischen Einkehrschwüngen in urigen Hütten.

    Das Skimärchen vom verträumten Almdorf, welches sich in den erfolgreichen Weltcup-Ort verwandelte, begann offiziell im März 1964, als die Liftgesellschaft Zauchensee gegründet wurde. Ein wenig früher, Mitte der 30er Jahre, waren bereits ein paar Wiener Tourengeher von der malerischen Landschaft fasziniert und planten ihren Winterurlaub in Zauchensee.

    Einmal auf Tour, immer auf Tour

    Peter Walchhofer, Großvater von Ski-Weltmeister Michael Walchhofer, erkannte damals im Tourismus größere Wachstumschancen als im Forst und sattelte um. Frei nach dem Motto "wenn ich die Milch von oben nach unten transportieren kann, kann ich auch die Menschen von unten nach oben befördern".

    An der zauberhaften Landschaft hat sich nicht viel geändert. Ein paar Hotels sind entstanden, der Charme vom familiären Skigebiet ist geblieben und lässt aufgrund der Topografie auch keine totale Verbauung zu. Zauchensee befindet sich zudem in einer Gunstlage, was die Schneesicherheit betrifft. Die Höhe garantiert zu Ostern entspanntes Skifahren, ehe die Wandersaison inmitten üppiger Almwiesen beginnt.

    Wer im Winter genau wissen will, welche Pisten empfehlenswert sind, hängt sich am besten in den Windschatten des ehemaligen Profisportlers Michael Walchhofer (Abfahrts-Weltmeister und Olympia-Medaillen-Gewinner). Der Held der Abfahrtspisten bietet "Skifahren mit dem Weltmeister" an. Im OÖN-Interview spricht er über seine größten Erfolge und Enttäuschungen. Auf der Skipiste regiert klar die Freude.

    Ruhig und besonnen steht Walchhofer am Gamskogel beim Start der Damen-Weltcupstrecke, wo in wenigen Sekunden auf über 100 km/h beschleunigt wird. "Wenn die Piste hält, wedle ich. Und wenn es richtig gut geht, steige ich unten in die Gondel und fahr noch einmal", sagt Walchhofer mit einem entspannten Lächeln. Der Weltmeister dreht sich um, springt über die Kante und flitzt in kurzen Schwüngen den Hang hinunter. Nach ein paar Minuten ist er wieder zurück. Es scheint, dass es ihm Spaß gemacht hat. So wie uns. Wir kommen ebenso wieder. Denn Zauchensee kann man nicht erklären, man muss es fühlen.

     

    Von Philipp Braun, 01.04.2017, 00:04 Uhr

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