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    Reisen zur Kunst von Klimt bis Rubens

    Reisen zur Kunst von Klimt bis Rubens

    Kunstliebhaber erfreuen sich 2018 an hochkarätigen Ausstellungen und spannenden Installationen von Wien bis Madrid. Fünf Tipps für Städtetrips mit Museumsbesuch.

    Wien – Zum 100. Todestag von Gustav Klimt:

    Wenn sich am 6. Februar der Todestag des berühmtesten Vertreters des Wiener Jugendstils zum 100. Mal jährt, beginnt im Museum für angewandte Kunst in Wien ein virtuelles Ausstellungsexperiment. Unter dem Titel "Klimt’s Magic Garden: A Virtual Reality Experience by Frederick Baker" inszeniert der österreichisch-britische Filmemacher und Virtual-Reality-Künstler Gustav Klimts Entwurfzeichnungen zu einem seiner berühmten Mosaikfriese. Aus hochaufgelösten digitalen Bildern arrangiert Baker eine interaktive filmische Reise. Unter dem Motto "Schönheit und Abgrund" steht das Themenjahr unter anderem im Leopold Museum, das sich der Entwicklung des Wiener Jugendstils widmet oder in der Klimt-Villa, die sich unter anderem mit Raubkunst beschäftigt.

     

    München und Köln – Gabriele Münter neu entdecken

    Mit "Malen ohne Umschweife" ist die seit 25 Jahren umfangreichste Ausstellung zu Gabriele Münter betitelt, die bis 8. April in der Städtischen Galerie im Münchner Lenbachhaus zu sehen ist. Sie widmet sich den eher unbekannten Werken der großen Künstlerin des Expressionismus. Anlässlich ihres 140. Geburtstags steht einmal nicht der Blaue Reiter im Mittelpunkt. Stattdessen gibt es auch frühe Fotografien zu sehen. 1899 und 1900 während einer USA-Reise gemacht, zeigen sie schon ihr Gespür für Themen, Komposition und Formen, die später ihre farbgewaltigen Gemälde auszeichnen. Von München wandert die Ausstellung ins Louisinana Museum of Modern Art, unweit von Kopenhagen, (3. Mai bis 19. August) und ins Museum Ludwig in Köln (ab 15. September).

     

    Zürich – Kunst als dynamischer Prozess mit Abraham Cruzvillegas

    Nicht nur schauen, sondern bauen ist angesagt, wenn am 16. Februar das Kunsthaus Zürich die Ausstellung Abraham Cruzvillegas eröffnet. Der 50-Jährige zeigt mit "Autoreconstrucción: Social Tissue" erstmals in der Schweiz seine raumfassenden Installationen. Skulpturen, zu denen ihn die aus allem Greifbaren notdürftig errichteten Behausungen in seiner mexikanischen Heimat inspirieren. Ohne Plan und Fundament bauen Familien und Freunde mit dem, was sie finden. Cruzvillegas setzt das in Kunst um. In Zürich wird dafür der große Ausstellungssaal zur Werkstatt, in der gemeinsam mit Besuchern neue Arbeiten entstehen. So wächst im Lauf der Zeit eine Skulptur, in der Cruzvillegas zentraler Gedanke von Kunst als dynamischem Prozess direkt umgesetzt wird.

     

    Madrid – El Greco explosiv interpretiert

    Die Kunst des chinesischen Bildhauers und Malers Cai Guo-Qiang ist im wahrsten Sinn des Wortes explosiv. Berühmt ist der 60-jährige Wahl-New-Yorker, der das Feuerwerk zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking komponierte, für seine pyrotechnischen Inszenierungen und seine Bilder aus Schwarzpulver. Auf diese Weise näherte er sich dem Renaissance-Maler El Greco. Auf den Spuren des Alten Meisters reiste Cai Guo-Qiang von Kreta nach Toledo. Nun arbeitet er im Salón de Reinos im Prado in Madrid auf 27 großformatigen Bildern, die seine Leidenschaften für Malerei und Performance verbinden. Das Vorzeigestück seiner Pulverzündungen auf Leinwand ist etwa 20 Meter breit. Bis 4. März arbeitet er im Salón de Reinos. Danach werden die Exponate im Jeronimos-Gebäude ausgestellt.

     

    Antwerpen – Rubens und die Flämischen Meister

    Drei Jahre lang feiert die Kulturregion Flandern mit Antwerpen, Brüssel, Brügge und Gent ihre großen Meister. Den Auftakt zu einem umfangreichen Programm macht Antwerpen und widmet sich Peter Paul Rubens, dem Barock und dessen Einflüssen auf unsere Zeit. Zehn neue Werke italienischer Meister, die der zu den bekanntesten Barockmalern zählende Rubens inspirierte, bereichern ab 1. Juni die Sammlung in Rubens’ Palazzo. Spannend sind auch die Renovierungsarbeiten an Originalelementen des Rubenshauses. Im Rahmen von Baustellenbesuchen und Vorträgen können Besucher dort hinter die Kulissen schauen. Dazu gibt es zwei Stadtrundgänge auf den Spuren von Rubens.

     

    Wissenswertes

    München: Studiosus Reisen bieten eine viertägige Eventreise im März mit geführten Besichtigungen von Lenbachhaus und Pinakothek der Moderne, sowie Ausflügen nach Murnau und Kochel auf den Spuren Münters und des Blauen Reiters, ab 570 Euro pro Person im DZ, inkl. HP,Transfers und Eintritt. www.sudiosus.com

    Zürich: Das 25hrs Hotel Langstraße bietet die Pauschale „Kultur erleben mitten in der Stadt“ mit zwei ÜF im DZ ab 390 Euro pro Person inkl. Kinokarte, Leihfahrrad und ZürichCard für kostenlose Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs und ermäßigtem Museumseintritt an. www.myswitzerland.com

    Madrid: Dertour bietet drei Übernachtungen in Madrid im DZ/Frühstück ab 216 Euro pro Person an, geführte Stadtrundfahrt, Eintritt in den Prado ab 42 Euro pro Person www.dertour.de

    Von Heidi Siefert, 03.02.2018, 00:04 Uhr

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