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    Große Abenteuer gleich ums Eck

    Große Abenteuer gleich ums Eck

    Familienurlaub, Natur und Spielspaß mitten in Oberösterreich hat Julia Evers im Ikuna in Natternbach entdeckt.

    Johnny Depp und Jimmy Choo sind die ersten, die wir im Empfangsbereich des Ikuna Naturressorts kennenlernen.

    Die kleinen Weißbüschelaffen, die Geschäftsführerin Sabine Loy höchstpersönlich so getauft hat, dürfen zwar erst in ein paar Wochen den Käfig verlassen, aber sie zeigen gleich, wie der Aufenthalt in dem Erlebnispark und Tipidorf in Natternbach sein wird – voll von tierischen Abenteuern, eine Entdeckungsreise für Kinder, während der sich Eltern unkompliziert entspannen können.

    Als "Inspiration, Kunst und Natur" will man das Ikuna seit der Neuübernahme im Jahr 2016 verstanden wissen, das Image des Indianerdorfes endlich hinter sich lassen. Tatsächlich kommen einem beim Betreten der Tipis, in denen genächtigt werden kann, weniger Winnetou-Filme als sehr angenehme Hotels in den Sinn. Sogar mit eigener Infrarot-Kabine ausgestattet gibt es die Vollholz-Behausungen, das Treppengitter um die obere Schlaf-Etage kindersicher zu machen ist geschickt an der Wand zwischen Deko-Elementen versteckt. Doch im eigenen oder im allgemeinen Sauna-Tipi aufhalten wollen sich Familien ohnehin nicht lange – dann lieber an der großen Feuerstelle in der Mitte der zwölf Suiten oder im Sinne des Nachwuchses noch besser: Gleich im Abenteuerpark.

    50 Spielstationen

    Auf stolzen 120.000 Quadratmetern dehnt sich das Ikuna aus. Eine Fläche, die mit Kindern an einem Wochenende kaum zu ergründen ist, weil doch ständig tolle Spielmöglichkeiten vom Weitergehen abhalten. Der Wasserspielplatz gleich beim Eingang, eine große knallbunte Hüpf-Fläche, eine Familien-Wellenrutsche, eine Go-Kart-Bahn. Aber auch ein asphaltierter Hügelparcours alias Pumptrack zum Rad- und Skateboardfahren, eine 23 Meter lange Hüpfburg-Anlage, ein Kletterturm, bei dem die Abstürzenden weich landen. Überhaupt: Gerutscht und geklettert werden kann immer wieder mal im Park und siehe da, den Routen zu folgen zahlt sich aus, spätestens wenn man zu einem seichten Mini-Teich mit drei Floßen kommt. Mit Stecken, die sie aus der Umgebung oder aus dem Wasser bergen, schiffen die Kinder dort herum, bergen Schätze und sind plötzlich Piraten.

    Voll von Natur und auch ein bisserl wild ist Ikuna. Da können sich Kinder wirklich ausprobieren, mit Mini-Gefährten blitzschnell asphaltierte Straßen abwärts rasen, ihre Energie verpulvern und ihrem Forschungsdrang nachkommen, während die Eltern auf den stets parat stehenden Liege-, Schaukel-, oder Sitzmöglichkeiten die Natur genießen können. "Die Kinder sollen spielen, die Eltern sich entspannen", fasst Geschäftsführer Herbert Kügerl das zusammen, was bei der Planung wichtig war. Weil sich das Ikuna natürlich auch für einen Tagesausflug anbietet, sperrt an besonders besucherstarken Tagen "Herbert‘s Parklodge" auf und kredenzt Burger zu Mittag. Sonst ist die Versorgung mit Essen und Trinken eher gering und die Tagesgäste sind, wenn es um die Kulinarik geht, wahlweise auf Mitgebrachtes oder auf die Automaten in den Picknick-Zonen angewiesen, in denen ab Sommer auch Eis vorrätig sein sollte.

    Zwar ist das Ikuna Mitglied bei Family Austria, einem Verbund aus 33 Mitgliedsbetrieben in Österreich, die sich auf Familien spezialisiert haben, Kinder und ihre Eltern sind aber nicht die einzige Zielgruppe des Ikuna Naturressorts. Auch eine "Seminar-Box" soll Gäste anlocken. Im Tagungsraum mit Blick ins Grüne kann an der Theorie gearbeitet werden, danach können sich die Teilnehmer bei Aktivitäten wie Hoverboard- oder Segwayfahren oder in einer Art Mini-Autodromautos namens "Crazy E-carts" sowie beim Bogenschießen austoben. Sogar ein ganzer Segway-Parcours wurde mittlerweile gebaut, die verschiedensten Geschicklichkeitsübungen beherrscht Geschäftsführer Kügerl zwar mit Leichtigkeit, den meisten anderen verlangen sie wohl neben jeder Menge Übung auch Überwindung ab.

    Wem es nach so viel Action zu viel wird, der kann spazieren gehen – wahlweise im "Mystic Park", mit aus rostigen Eisenteilen gefertigten Skulpturen aus Sagen, im Mini-Stonehenge oder entlang der Tiergehege, in denen sich Esel, Schweine und sogar Lamas den Besuchern präsentieren. Die Kinder verfolgen das freilaufende Haserl "Plüschi" und verkünden: "Da wollen wir wieder her." Eine Idee, mit der sich auch die Erwachsenen leicht anfreunden können.

     

    Ikuna Naturresort in Natternbach

     

    Adresse und Kontakt: Ikuna-Naturresort
    Naturpfad 1
    4723 Natternbach
    Tel: 0 72 78 / 20 800
    info@ikuna.at

    Öffnungszeiten:
    Der Naturerlebnispark ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Das Tipihotel ist ebenfalls ganzjährig geöffnet

    Entfernungen: Linz 55 Kilometer, Wels 43 Kilometer, Ried 37 Kilometer, Passau 38 Kilometer

    Kulinarik: An besucherstarken Tagen ist „Herbert‘s Parklodge“ zwischen 11.30 und 13.30 Uhr geöffnet, ansonsten stehen Automaten zur Verfügung.

    Alter: Auch für die Allerkleinsten gibt es einen eigenen Spielbereich – das Mini-Ikuna. Grundsätzlich sind die Anlagen des Ikuna für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren geeignet.

    Preise: Der Tageseintritt ins Ikuna beträgt 12 Euro pro Person, die Übernachtung im Tipi-Hotel gibt es ab 74 Euro pro Person inklusive Halbpension.

    Ausflugsziele in der Nähe:
    Baumkronenweg in Kopfing
    Forellenzirkus bei Engelhartszell
    Donauschlinge

    In Planung: In den nächsten Jahren soll zusätzlich ein Boutique-Hotel am Gelände entstehen.

    Internetadressen:
    ikuna.at
    familyaustria.at

    Julia Evers, 21.04.2018, 15:00 Uhr

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