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    Mit Füßen getreten

    Genusskreuzfahrt ins älteste Weingebiet der Welt

    Was das Weinbaugebiet Alto Douro so besonders macht, weiß Sommelier Hans Stoll, der die Kreuzfahrt mit der "MS Douro Splendour" begleiten wird.

    Vinho do Porto, so nennen die Portugiesen ihren seit Jahrhunderten erfolgreichen Exportschlager. Dabei handelt es sich um einen Wein, der mit Weinbrand versetzt wurde, um diesen haltbar zu machen. Bereits im 17. Jahrhundert hatte man diese Methode erfunden, um die einfachen Weine aus dem Douro-Tal fassweise für den Transport ins englische Königsreich fit zu machen.

    Das Douro-Tal ist das älteste definierte Wein-Herkunftsgebiet der Welt. An den terrassierten Hügeln entlang des Douro-Flusses wird seit der Antike Weinbau betrieben. Bereits 1756 wurden die Herkunfts- und Qualitätsrichtlinien festgelegt. Das geschützte Ursprungsgebiet umfasst 40.000 Hektar Weingärten. Etwa ein Drittel der Ernte wird zu Portwein verarbeitet.

    Das Weinbauzentrum Alto Douro liegt etwa hundert Kilometer flussaufwärts von der Hafenstadt Porto entfernt, es beginnt bei der Stadt Peso da Régua und erstreckt sich bis zur spanischen Grenze. Steile Hänge prägen die Flusslandschaft der Region. In mühevoller Handarbeit wurden die Terrassen mit den schwarzen Schieferböden angelegt. Alle Weinberglagen sind nach einem System in sechs Herkunfts- und Qualitätskategorien eingeteilt. Von A (beste Lage) bis F wird die Menge der Traubenproduktion für die Weinbauern festgelegt.

    Die Ernte wird traditionell verarbeitet. In den "Quintas" werden die Trauben in Steinbottiche (sogenannte Lagares) gegeben und mit den Füßen zertreten, also eingemaischt. Der gewonnene Traubensaft wird vergoren und dabei ein Großteil des Zuckers in Alkohol umgewandelt. Anschließend wird der noch in Gärung befindliche Jungwein in große Fässer umgefüllt und im Verhältnis 4:1 mit Weinbrand versetzt. Nun ist die Gärung gestoppt, Restzucker bleibt im Jungwein zurück, und nach weiteren zwei Monaten wird der junge Portwein abgezogen und in Lagerfässer gefüllt.

    Im Frühling werden diese Fässer traditionell in kleinen Booten, den Rabelos, zur Hafenstadt Nova de Gaia, gegenüber von Porto, gebracht, dort in den Lodges der Handelsfirmen bis zur Flaschenreife gelagert. In den Handel gelangen diese dann als White Port (eher trocken und als Aperitif geeignet), Ruby Port (der Hellrote) über kräftige Tawnys bis zu den verschiedenen Arten von Vintage Ports.

    Die Theorie wird während der OÖN-Kreuzfahrt durchs Dourotal natürlich in die Praxis umgesetzt – bei einer Degustation in einer Portwein-Kellerei.

    Mit dem Luxusschiff unterwegs

    Mit einem funkelnagelneuen Schiff ist die 4. OÖN-Fluss- und Genusskreuzfahrt mit Moser Reisen vom 30. Juni bis zum 7. Juli 2018 im portugiesischen Douro-Tal unterwegs.

    Das Luxusschiff verfügt über Sonnendeck, Swimmingpool, Spa und Fitnessraum. Die stilvolle Einrichtung von Restaurant, Bar, Aufenthaltsräumen sowie die 62 Kabinen sind aus edlen Hölzern gefertigt. Die „MS Douro Splendour“ legt von Porto ab und steuert historische Städte mit romantischen Gassen und prunkvollen Palästen an. Ausflüge führen u. a. nach Villa Real mit dem Mateuspalast, ins historische Dorf Catelo Rodrigo und ins spanische Salamanca. Im mittelalterlichen Barockstädtchen Lamego lassen sich lokale Spezialitäten wie Räucherschinken oder Raposeira-Sekt verkosten. Das Abendessen wird auf einer typischen Quinta, einem Weingut, serviert.
    Als Extra wird an Bord wieder die OÖN-Weinshow mit Sommelier-Ausbildner Hans Stoll geboten.

    Preis: Kreuzfahrt bei Buchung bis 3. April ab 1199 Euro, Anreisepaket mit Flug nach Porto und retour 399 Euro, Ausflugspaket für sechs Ausflüge 245 Euro.

    Information & Buchung: Moser Reisen, Karin Schmidt, Tel. 0732 / 2240-22, www.moser.at

     

    Hans Stoll, 03.03.2018, 15:00 Uhr

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