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    Boarding auf 2232 Meter

    Boarding auf 2232 Meter

    Aus neuer Perspektive lässt sich diesen Sommer die Bergwelt des Pitztals rund um den Rifflsee genießen – von einem Floß aus.

    Einfach majestätisch, wie sich die Gipfel auf der glatten Wasseroberfläche spiegeln", sagt Ernst Eifer, auch nach der x-ten Floßfahrt über den einen Kilometer langen und bis zu 400 Meter breiten Rifflsee noch immer vom Ausblick fasziniert. Der Mitarbeiter der Pitzaler Gletscherbahn hat die Fahrt mit einem Dummy-Gefährt selbst getestet, bevor das Großprojekt in Angriff genommen wurde. Auf den nach guter alter Wikingerart zusammengebundenen Holzstämmen haben bis zu 60 Personen Platz. Nicht irgendwelches Holz. Die 15 Meter lange und 40 Tonnen schwere Plattform besteht aus Stämmen heimischer Fichten und wird von einem Elektromotor angetrieben. "Wir wollten die Ruhe bewahren und zugleich weiter unserem Nachhaltigkeitsgesetz folgen", sagt Eiler und verweist auf die Sunna Alm an der Rifflsee-Bergstation, die als erster Gastronomiebetrieb im Alpenraum in Passivhaus-Bauweise errichtet wurde. Auch die Bergbahnen auf dem Pitztaler Gletscher laufen mit Sonnenenergie – alles aus Liebe zur und zum Schutz der Natur, wie der 54-Jährige betont.

    Bis zum 3. Oktober können Gäste immer mittwochs und sonntags um 11 und 14 Uhr an Bord des Passagierfloßes gehen und die hochalpine Landschaft mit ihren vergletscherten Bergriesen vom Wasser aus genießen ( zusätzlich am 8. und 15. Oktober).

    Der Flößerjob wird von vier Bergbahnen-Mitarbeitern übernommen. Als Vorbereitung haben sie das Frühjahr über ihre Köpfe in Lehrbücher gesteckt, um das österreichische Schiffsführer-Patent in Theorie und Praxis ablegen zu können.

    Wenn sie nun in See stechen, dann tun sie das nicht wortlos. Die Besucher werden spannende Geschichten über das Pitztal und seine Bewohner zu hören bekommen. Die umliegenden Berge kennen die frischgebackenen Kapitäne ohnehin wie die eigene Westentasche. Da wäre etwa der Seekogel, Heimat Hunderter Gämsen, Steinböcke und Murmeltiere, außerdem der schwierigste Kletterberg der Ötztaler Alpen, was ihm die Bezeichnung Pitztaler Matterhorn einbrachte, sowie das Kaunergrat-Massiv mit Verpeil- und Watzespitze sowie dem Taschachtal mit den größten Eisbrüchen der Ostalpen.

    Zusätzlich zu den angebotenen Morgen- und Genussfahrten (siehe nebenstehende Infos) können Gruppen das komplette Floß mieten oder sich von Ernst Eiler ein passendes Rahmenprogramm bzw. Arrangement schnüren lassen. "Wie wäre es etwa mit einer Morgenfahrt inklusive einer Yoga-Session oder einer Romantiktour mit Flügelhornbegleitung? Ich steuere gerne Ideen bei."

     

    Termine und Preise: Eine klassische Floßfahrt dauert eineinhalb Stunden und kostet 20 Euro (ohne Berg- und Talfahrt)

    Genussfahrten: Im Juli und August werden Genuss-Fahrten angeboten: mit Frühstück (29,50 Euro), Barbecue (32,50 Euro) oder Kaffee und Kuchen (26,50 Euro)

    Anmeldung: mindestens einen Tag im Voraus, unter: 05413/862 88, pitztal@tirolgletscher.com, www.pitztaler-gletscher.at

     

    Abenteuerspaß

    Gewinnspiel: Hart, schmutzig, lustig in Obertauern

    Schlammgräben, eiskalte Wasserbecken, Netzhindernisse, Wasserrutschen, Strohpyramiden und Kletterhürden erwarten die Teilnehmer am 8. Juli 2017 beim spektakulärsten Hindernislauf Österreichs in Obertauern. Wer beim „x cross run mountain“ nach einer Runde von 9,2 Kilometern, 380 Höhenmetern und 14 Hindernissen noch ein sauberes Kleidungsstück am Körper hat, muss unterwegs geschummelt oder eine Abkürzung genommen haben. Die Läufer können wahlweise eine (Startgebühr 44 Euro) oder zwei Runden (49 Euro) absolvieren (Details unter www.obertauern.com).

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    03.07.2017, 00:04 Uhr

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