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    20 Gründe, Nordirland zu lieben Von Andreas Fediuk-Winter

    20 Gründe, Nordirland zu lieben

    Das internationale Reisemagazin "Lonely Planet" hat Belfast und die Causeway Coast zur "Best region to visit in 2018" gekürt. Ein guter Grund für einen Streifzug durch die Höhepunkte in und um Nordirland anhand ganz persönlicher Rankings.

    Top 3 – Reiselektüre

    1. Die Asche meiner Mutter: Mit dem autobiografischen Roman, einer nordirisch/irischen Familiengeschichte aus den 1930er- und 40er-Jahren, führt uns Frank McCourt in die Zeit der großen Depression. Armut, Hunger und Überlebenskunst.

    2. Irisches Tagebuch: Mit dieser Sammlung von Irland-Impressionen legte Heinrich Böll einen poetischen Reisebericht vor.

    3. Gebrauchsanweisung für Irland: Wer in die Atmosphäre der Grünen Insel eintauchen will, dem sei dieses informative und höchst spaßige Psychogramm der (Nord-)Iren von Ralf Sotscheck empfohlen.

    Top 3 – Lieblingsgerichte

    1. Irish Stew: Deftiger und traditioneller Lammfleisch-Eintopf. Muss man probiert haben.

    2. Chowder: Suppen-Eintopf mit allem, was das Meer um Irland hergibt: Muscheln, Krabben, Lachs- und andere Fischfilets mit Gemüse zur Bouillabaisse Irlands vermählt.

    3. Ulster Fry: Nordirisches Frühstück mit Speck, Eiern, Black and White Pudding (gebratene Blutwurst- und Leberwurstscheiben), Würstchen, Bratkartoffeln und gebratenen Champignons.

    Top 2 – Museen

    1. Titanic Belfast: Gewinner des "World Travel Award 2016" als World Leading Tourist Attraction. Das Mutimedia-Erlebnisspektakel rund um den Bau der "Unsinkbaren" lässt uns das Werden der Titanic bis hin zum Untergang erleben und ist mit österreichischen Museums-Maßstäben nicht zu messen.

    2. Crumlin Road Goal: Diese makabere Museums- und Event-Location verlangt dem Besucher einiges ab. Der stumpfe Gefängnisalltag von in Schnellverfahren abgeurteilten IRA-Kämpfern – bis hin zur Todeszelle – zeigt schonungslos auf, mit welcher Brutalität der Konflikt bis zum Strick ausgetragen wurde.

    Top 3 – Touren

    1. Game-of-Thrones-Drehorte mit Giant’s Causeway: Die "Thronies", wie Fans der Fantasyserie "Game of Thrones" auch genannt werden, haben Nordirland fest im Griff. Tages-Touren zu Drehorten werden ab Dublin und Belfast angeboten. Absoluter Höhepunkt ist eine Wanderung am Causeway Coast Way zum Giant’s Causeway.

    2. Belfast-Konflikt – historischer Spaziergang: Eine Stadt, die bis vor 20 Jahren noch im Ausnahmezustand war, bietet an jeder Hausecke Geschichtsträchtiges.

    3. Street Art Walking Tour: Wenn Konflikte unter der Oberfläche schwelen, drängt es Künstler, diese zu verarbeiten. Belfast, seine Peace-Walls und viele Hausfassaden sind deshalb voller künstlerisch-kritischer Auseinandersetzungen.

    Top 3 – Pubs und Restaurants

    1. Walled City Brewery: Das versprochene "lebensverändernde Abenteuer" mag übertrieben sein. Aber auf jeden Fall ist die Walled City Brewery einen Ausflug ins Craft-Bier-Universum, auch aus kulinarischer Sicht, wert.

    70 Ebrington Square, Derry, Nordirland

    2. Harry’s Shack: "Frischer Fisch und eine Traumaussicht", so die Eigendefinition von Harry’s Shack. Stimmt!

    Portstewart Strand Beach

    3. The Crown Liquor Saloon: Eines der traditionsreichsten viktorianischen Pubs Nordirlands, mit hauseigenem Bier ("Belfast Crown").

    46 Great Victoria Street, Belfast, Nordirland

    Top 3 – Whiskeys

    1. Burke’s Single Cask 7865, Single Malt, 15 Jahre: Der Geistreiche (57,3 %) aus Dundalk. An der Grenze zu Nordirland gelegen, lasse ich Dundalk deshalb noch als nordirisch durchgehen. Geschmack von reifen Zitrusfrüchten, Zimt, Holz, Vanille. (Preis: 129,90 Euro/0,7l)

    2. The Quiet Man, Single Malt, 12 Jahre: Einer der neuen Whiskeys aus Nordirland, mit weichem Geschmack von Bittermandeln, Röst-aromen und Vanille. (55,90 Euro)

    3. Bushmills, Single Malt, 10 Jahre: Aus einer der ältesten Whiskey-Brennereien der Welt kommt dieser Whiskey, mit leichtem Geschmack von Vanille, Milchschokolade, geröstetem Holz. (24,90 Euro)

    Top 3 – Soundtrack

    1. U2 – War (1983): Ein höchst politisches Album, das mit "Sunday, Bloody Sunday" auch den Nordirland-Konflikt thematisiert. Vom "Rolling Stone Magazine" auf Platz 40 der 100 besten Alben der 1980er-Jahre gewählt.

    2. Cranberries – No Need to Argue (1994): Mit "Zombie" schrieb Dolores O’Riordan, die kürzlich verstorbene Sängerin der Band, den Nordirland-Protestsong der 1990er und damit einen Welthit.

    3. Rory Gallagher – Irish Tour ‘74 (1974): Der irische Blues-Rock-Gitarrist ist eine Legende und gilt vielen auch heute noch als das Beste, was Irland an Musikern hervorgebracht hat.

    Anspieltipp: "Walk On Hot Coals"

     

    INFOS

    „Die Grüne Insel entdecken – Die Highlights aus Nord und Süd“, mit dem Irland-Spezialisten Prima Reisen, Termine von Ende März bis Anfang Oktober 2018 (Rundreisen, jeweils 9 Nächte), Infos und Buchung: primareisen.com

    Andreas Fediuk-Winter, 11.02.2018, 15:00 Uhr

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