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    Urlaub im Naturerlebnisbad Gallspach: Cocktails schlürfen wie in der Karibik

    GALLSPACH. Die Freizeitanlage in Gallspach bietet eine gute Möglichkeit, Urlaub daheim zu machen

    Koffer packen, Hektik, Staus, lange Anreise, großes Budget – das sind für viele Menschen die Schattenseiten eines Urlaubs. Das Naturerlebnisbad in Gallspach zeigt, wieso ein Urlaub zu Hause auch eine gute Option ist.

    Als das alte Freibad vor genau zehn Jahren sanierungsbedürftig war, beschloss die Marktgemeinde aus Kostengründen gleich ein Naturbad daraus zu machen und neue Gästeschichten anzusprechen.

    In der naturnahen Anlage gibt es unter anderem zwei Beachvolleyballplätze, wo an heißen Sommertagen zugespielt, aufgeschlagen und gebaggert wird, sowie eine Kletterwand. Neue Königreiche werden beim Sand- und Matschplatz von kleineren Besuchern errichtet.

    Vor allem der Sprungturm gilt bei den Kindern als sehr angesagt. Die meiste Zeit sind sie damit beschäftigt, sich gegenseitig Vorwärts- und Rückwärtssaltos vorzuzeigen. Manche hüpfen gleich zu zweit oder dritt in den Badesee rein.

    Kein Einsatz von Chlor

    Das Naturerlebnisbad ist bei Familien beliebt. Auch Bademeister Holger Gebetsroither verbringt seine Freizeit gerne dort mit seiner Lebensgefährtin und seinen beiden Kindern. Der 41-Jährige klärt auf: „Der wesentliche Unterschied zu einem herkömmlichen Freibad ist, dass wir keine Chemie verwenden. Besonders für Menschen mit Hautkrankheiten ist es optimal.“

    Bademeister Holger Gebetsroither hat alles im Griff.

     

    Für die Pensionistin Susanne Ganglmair aus Wels spielt das eine große Rolle: „Meine Haut trocknet nicht aus. Auch im Gegensatz zu einem See oder Meeresstrand ist es hier sehr ruhig und ich kann gemütlich meine Runden schwimmen.“

    Die Gesamtwasserfläche beträgt 4.517 m² und hat einen Pflanzenfilter, weshalb das Gewässer offiziell als Badesee eingestuft wird. Gemeindebeamter Robert Obermair erklärt, dass sie das Wasser deshalb so natürlich wie möglich erhalten wollen. Es werden lediglich Ablagerungen am Boden von einem Roboter abgesaugt und alle 14 Tage wird die Wasserqualität von einem Umweltlabor untersucht.

    Eine gute Alternative

    Die 50-jährige Marietta Ahörndl hat nur fünf Gehminuten zum Erlebnisbad und hält sich bei Schönwetter über sechs Stunden dort auf. Die Kürschnerin ist Mutter von fünf Kindern. Ihrer Meinung nach ist das Naturerlebnisbad eine gute und vor allem günstigere Alternative, um Urlaub zu machen. Das Badebuffet und zugleich Cocktailbar „Mambo“ versorgt die Besucher mit schmackhaften Gerichten sowie Getränken. „Tagsüber oder am Abend auf der Terrasse zu sitzen, das Ambiente zu genießen und erfrischende Cocktails zu schlürfen, hat etwas von einem karibischen Flair“, sagt Gemeindebeamter Obermair.

    Vor vier Jahren eröffnete der Gastwirt Walter Reisinger die Strandbar mitten in der Anlage. Der 55-Jährige bietet in seinem Lokal 67 verschiedene Cocktails an und veranstaltet diverse Events. Oft bleiben Badegäste nach Badeschluss noch zum Feiern. „Es gibt Überlegungen, nächstes Jahr Live-Bands auftreten zu lassen. Das gab es bisher noch nie bei uns“, fügt Reisinger hinzu.

    Ein Urlaub im eigenen Ort kann also auch ganz erholsam sein. Zu Hause fühlt man sich schließlich am wohlsten.

     

    "Obwohl man zu Hause ist, fühlt man sich trotzdem wie auf Urlaub. Ich habe mich auf den ersten Blick verliebt und fühle mich sehr wohl hier.“
    Milena Djogaj (48), Pensionistin aus Wels

    Klaus Gruber

     

    "Mit der Cocktailbar mitten im Naturerlebnisbad kommen noch mehr Urlaubsgefühle auf. Ich fahre 50 Minuten von Steyr nach Gallspach und es zahlt sich definitiv aus.“
    Klaus Gruber (28), Produktionstechniker aus Steyr

     

    "Das Naturerlebnisbad ist eine wunderschöne Anlage und eine günstigere Variante für mich und meine Familie. Man hat auch einen guten Überblick über kleine Kinder.“
    Marietta Ahörndl (50), Kürschnerin aus Gallspach

    Benno Kreiner

     

    "Ein Urlaub im Ausland bedeutet für mich nur Stress, schon alleine wegen der langen Anfahrt. Daheim ist es schlussendlich am schönsten und erholsamsten.“
    Benno Kreiner (63), Pensionist aus Haag am Hausruck

     

    Von Kristina Sumarevic, 07.08.2017, 00:04 Uhr

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