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    Mit 500.000 Euro will Welser Politik den Wochenmarkt attraktiver machen

    WELS. Pavillon, Brunnen, mehr Grün - das Ambiente soll mehr als bisher zum Verweilen einladen.

    Das Wochenmarktgelände versprüht den Charme längst vergangener Tage. Die Halle wurde vor 20 Jahren neu gebaut, geändert hat sich nur das Gebäude.

    Die FPÖ-ÖVP-Koalition will die 1450 m2 große Halle und die Freifläche (2800 m2) attraktiver gestalten. „Räume nur moderner und heller zu machen, wird nicht reichen“, sagte Bürgermeister Andreas Rabl (FP) gestern vor der Presse.

    Beschicker aller Welser Märkte, Kunden und Nicht-Kunden sollen über Wünsche an einen Markt und über Zufriedenheit mit dem Wochenmarkt befragt werden. Das soll Basis für einen Architektenwettbewerb sein. Rabl spricht von einem neuen Pavillon auf der Freifläche nach Vorbild des Wiener Naschmarktes. „Auch ein Brunnen und mehr Grün wären schön.“

    Die Politik will die Aufenthaltsqualität verbessern – auch durch mehr Sitzgelegenheiten: „Es ist erwiesen, wer länger verweilt, kauft dort mehr ein.“ Dem Trend zur Nachfrage nach regionalen und saisonalen Produkten soll entsprochen und neue Marktbeschicker nach Wels gelockt werden.

    „Dann können wir Themenzonen schaffen – hier Fleisch, dort Gemüse, da Obst“, sagt Rabl. Auch Verkostungen oder Schaukochen sind geplant – und Ideen gefragt, damit sich Kinder wohlfühlen.

    Hürden für Veränderungen sind komplizierte Vertragsverhältnisse – nicht mit den je 50 Mietern der Verkaufsstände in und außerhalb der Halle. Sie zahlen an die Stadt, die Ausstattung gehört meist ihnen. Aber mit den Besitzern der Eigentums-Wohnungen im Markthof ist vertraglich genau definiert, wie das Marktgeschehen abzulaufen hat. Rabl: „Wenn wir einen Pavillon wollen, müssen alle zustimmen.“

    Marktreferent Peter Lehner (VP) ergänzt: „Wenn wir den Arkadengang verglasen und wetterfest machen wollen, ist beim Fluchtweg die Distanz ins Freie zu groß. Wir wollen das Geld aber nicht für Fluchttunnels ausgeben.“ Bis 2020 sollen 500.000 Euro investiert werden. 2016 wurden bereits 150.000 Euro für bessere Lüftung und neue E-Installation bezahlt.

    Markttage bleiben wie gewohnt Mittwoch und Samstag – jeweils 6 bis 12.30 Uhr. Die Beschicker des Bauernmarktes (Freitagnachmittag) planen auf dem Areal der Landwirtschaftskammer einen Neubau. „Zu 99,9-prozentiger Sicherheit bleiben wir dort“, sagt Obfrau Sabine Morocutti, wegen des besonderen Ambientes – im Grünen, verkehrsberuhigt und dennoch viele Parkplätze.

    Kurt Brandstätter, Obmann der Wochenmarkt-Beschicker, konnte nicht erreicht werden. 

    (müf), 16.05.2017, 00:04 Uhr

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