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    Hofer plant in der Neustadt seinen sechsten Supermarkt in Wels

    WELS. Auf Höhe des Bauhauses soll die sechste Welser Hofer-Filiale entstehen, nebenan will die Drogerie-Kette Müller bauen - offizielle Bestätigungen sind noch ausständig. 

    Die Expansion bei den Lebensmittel-Märkten in der Stadt geht weiter: Der Sattledter Diskonter Hofer plant nach dem Neubau eines Marktes in der Römerstraße nun eine Niederlassung in der Oberfeldstraße. Auf Höhe des Bauhauses wird die sechste Welser Hofer-Filiale entstehen. Derzeit gibt es Märkte an der Ecke Salzburger/Wimpassinger Straße (Lichtenegg), in der Dali-Straße (Neustadt), Malvenstraße (Wels-West), Römerstraße (Vogelweide) und an der Ecke Osttangente/Linzer Straße (Pernau).

    Offiziell gibt sich das Unternehmen bedeckt: „Da wir uns aktuell in laufenden Verhandlungen bezüglich möglicher Standorte befinden, bitten wir um Verständnis, dass wir derzeit keine weiteren Auskünfte erteilen können.“

    Die OÖNachrichten wissen allerdings von konkreten Projektgesprächen mit den Verantwortlichen von Politik und Stadtplanung. Wann das Unternehmen das Projekt realisiert, ist noch offen. Die Flächenwidmung ist kein Hinderungsgrund.

    „Das Projekt Hofer ist – wie bei bei uns üblich – vorbesprochen. Wenn das Bauverfahren beginnt, können Anrainer ihre Rechte wahren“, erklärte gestern Baudirektor Karl Pany auf Anfrage: „Die Grundstücke an der Oberfeldstraße sind für die geplanten Geschäftsprojekte korrekt gewidmet. Jedes Unternehmen kann hier Filialen errichten“, sagte Pany.

    Neben Hofer wird sich sehr wahrscheinlich die Drogerie-Kette Müller aus Deutschland niederlassen. Eine Anfrage in der Pressestelle des Unternehmens blieb bis gestern unbeantwortet. Außerdem erfuhren die OÖNachrichten, dass der deutsche Filialist Tedi, der Produkte für Haushalt, Elektro, Heimwerker sowie Spiel- und Schreibwaren anbietet, dort ebenfalls eine Niederlassung plant.

    Die drei, rund 15.000 m2 großen Grundstücke wurden vom Gemeinderat im Mai 2012 von Grünland in eine Geschäftsfläche umgewidmet. Eigentümer waren ein Welser Anwalt und ein Immobilien-Entwickler aus der Stadt. Dieser Beschluss führte vor fünf Jahren angesichts der damals rückläufigen Besucherfrequenz in der Innenstadt zu heftigen Debatten.

    Die Grünen stimmten dagegen

    Walter Teubl von den Grünen sagte: „Gerade im Norden von Wels gibt es Groß- und Verbrauchermärkte in ausreichender Zahl und in jeder Größenordnung.“ Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner (ÖVP) hielt dagegen: Angesichts der Expansion von Wohngebiet bestehe ein Bedarf an Nahversorgern in Puchberg.

    Schließlich stimmten SPÖ, FPÖ und ÖVP für, die Grünen gegen die Umwidmung.

     

    Von Friedrich M. Müller, 09.08.2017, 05:50 Uhr

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