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    Gefährliche Kreuzung : Gemeinde will mit Unterschriftenliste Druck erhöhen

    KEMATEN AM INNBACH. Es gab mehrere Anläufe beim Land OÖ, die Kreuzung in Kematen sicherer zu machen.

    Den jüngsten Unfall an der Kreuzung Innbachtalstraße/Grub-Mallinger-Gemeindestraße sowie Holzinger Landesstraße in der Vorwoche nimmt Kematens Bürgermeister Klaus Bachmair (SP) zum Anlass, mit einer Unterschriftenliste den Druck auf das Verkehrsressort des Landes zu erhöhen. „Ich möchte nicht erst einen Verkehrstoten haben, damit endlich etwas passiert und die Kreuzung sicherer wird“, sagt er. Die Unterschriftenliste liegt seit gestern im Gemeindeamt und im Gasthaus Schmankerlkeller, das direkt neben der Kreuzung liegt, auf.

    Land verweist auf Unfallzahlen

    Von den Gemeindepolitikern gab es in den vergangenen Jahren bereits mehrere Vorsprachen beim Land Oberösterreich, um eine Verbesserung zu erzielen. „Wir bekommen dann immer nur die Information, dass die Kreuzung in der Unfallstatistik nicht heraussticht. Die Kematener wissen aber, dass es dort immer wieder zu gefährlichen Situationen und Beinahe-Unfällen kommt, auch beim Zebrastreifen Richtung Gallspach“, sagt Bachmair. Außerdem würden sich viele Autofahrer auf dem geraden Sreckenabschnitt der Innbachtalstraße durch den Ort nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten.

    Nach dem Unfall am Donnerstag, bei dem ein 59-jähriger Mofafahrer an der Kreuzung von einem 23-jährigen Autofahrer übersehen worden war, hat Bachmair das Unfallopfer im Klinikum Wels besucht. „Zum Glück ist dieser Unfall relativ glimpflich ausgegangen, der Mann ist mit leichteren Verletzungen davongekommen“. Der Welser war von Pichl kommend Richtung Meggenhofen auf der Innbachtalstraße unterwegs, ein Autofahrer aus Taufkirchen kam aus Richtung Offenhausen und wollte weiter auf der Holzinger Landesstraße Richtung Gallspach fahren. Dabei dürfte er den Mofafahrer übersehen haben. Der 59-Jährige wurde auf die Motorhaube geschleudert und blieb verletzt auf der Fahrbahn liegen. Er wurde am Unfallort erstversorgt und dann mit dem Notarzthubschrauber Martin 3 ins Klinikum Wels geflogen.

    Wie die Kreuzung umgebaut werden soll, ist offen. Ein Kreisverkehr dürfte aus Platzgründen nicht möglich sein.

    Auf OÖN-Anfrage betont Marco Sterk, Pressereferent vom zuständigen Landesrat Günther Steinkellner (FP), dass die Kreuzung als keine Unfallhäufungsstelle ausgewiesen ist. „Nach Kontakt mit Bürgermeister Bachmair wurde die Bezirksbehörde darüber informiert, die Mofa-Unfallstelle zu prüfen. Abhängig von den Ergebnissen werden Maßnahmen eingeleitet“, sagt Sterk.

     

    Michaela Krenn-Aichinger, 08.08.2017, 00:04 Uhr

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