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    Endspurt für Bauarbeiten an der neuen Volksschule und Sporthalle in Wallern

    WALLERN. 7,8-Millionen-Euro-Projekt ist fast fertig: Der Umzug ist rund um Ostern geplant

    Die Vorfreude bei Kindern, Lehrern und Volksschul-Direktor Franz Weismann ist bereits groß. „Rund um Ostern ist die Übersiedlung ins neue Schulgebäude geplant“, kündigt Weismann an. Das Architekturkonzept für die neue Volksschule mit den sehr hellen und offenen Räumen kam auch bei den Besuchern einer kürzlich stattgefundenen Baustellenführung sehr gut an. Die neuen Klassen für die 129 Schülerinnen und Schüler gruppieren sich um einen zentralen sogenannten Marktplatz, der von den Kindern sowohl während der Unterrichtszeit als auch in den Pausen genutzt werden kann. Dieser Marktplatz wird vielfältig pädagogisch bespielt, kooperatives Lernen und gegenseitige Unterstützung der Schülerinnen und Schüler untereinander werden gefördert.

    „Das Unterrichten wird sich nicht gleich von 0 auf 100 komplett verändern, aber wir haben nun viel mehr Möglichkeiten“, sagt Weismann, der seit drei Jahren Direktor der Volksschule ist. Die Klassen sind mit modernen Smart-Boards ausgestattet, die Schulmöbel sind variabel einsetzbar. Es gibt keine Bankfächer mehr, stattdessen haben die Schüler eigene Fächer in der Klasse, die Schultaschen kommen in Wandregale.

    Die Nachmittagsbetreuung an der Schule endet um 16.30 Uhr, sie wird vom Institut für Soziale Kompetenz durchgeführt. Die Gemeinde bietet für Eltern, die ihre Kinder nicht solange in der Schule lassen wollen, eine Betreuung bis 14.30 Uhr an.

    Geplant hat das neue Schulgebäude Wolf Architektur aus Grieskirchen, das sich im Architektenwettbewerb gegen elf andere Planungsbüros durchgesetzt hat. Ideen für die Planung des neuen pädagogischen Raumkonzepts kamen vom deutschen Institut LernLandSchaft.

    Untergebracht ist in der neuen Volksschule auch eine Bibliothek. Die großzügige neue Sporthalle wird außerhalb der Schulzeiten von den örtlichen Sportvereinen genützt. Die Gesamtkosten inklusive Grundkauf liegen bei rund 7, 8 Millionen Euro.

    Die aus den 1960er Jahren stammende alte Volksschule wird abgerissen. „Es entsteht gerade ein neuer Bebauungsplan. Der Grund wird für Wohnbebauung verkauft“, sagt Bürgermeister Franz Kieslinger (ÖVP).

    Vorerst nicht umgesetzt wird der geplante „Elternbahnhof“. Ziel war es, ein Konzept zu erarbeiten, bei dem die Kinder verkehrssicher und auf einem kurzen Schulweg zur Volksschule gelangen. Gescheitert ist der Plan an den dafür notwendigen Flächen und den Kosten.

    Von Michaela Krenn-Aichinger, 12.01.2018, 00:04 Uhr

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