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    Altstadt-Wirt verursacht Chaos bei der Altstoffsammel-Insel in der Adlerstraße

    WELS. Nach Anrainer-Beschwerden war Detektiv im Einsatz, ein Gastronom wurde nun bestraft.

    Einige Bewohner aus der Fischergasse sind auf die Stadtverwaltung derzeit schlecht zu sprechen: Weil die Altstoffsammel-Insel auf dem Gebühren-Parkplatz in der Adlerstraße regelmäßig vermüllt.

    Ein Innenstadt-Bewohner beschwert sich ständig beim Büro des Bürgermeisters und behauptet nun: „Seit der Bürgeranwalt eingespart worden ist, verpuffen meine Beschwerden. Es ändert sich überhaupt nichts.“

    Das lässt Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) nicht gelten: „Die Bürgeranwaltschaft wurde nicht eingespart, sondern in meinem Büro integriert. Wir haben so viele Bürgeranliegen, die wir alle rasch erledigen, wie das Bürgerservice sie nie gehabt hat.“

    Auch Autoreifen entsorgt

    Der Beschwerdeführer beharrt allerdings im Gespräch mit den OÖNachrichten: „Zuletzt hat es drei Wochen gedauert, bis mit Heißwasser der Asphalt gereinigt war: Ein Kunststoff-Behälter war umgekippt und Reste von Speiseöl hatten den gesamten Asphalt verunreinigt. Wenn nicht sofort gehandelt wird, züchten wir Ratten: Denn es werden immer wieder Essenreste weggeworfen. Im Vorjahr habe ich zehn Ratten erlegt. Kürzlich sind dort auch acht Autoreifen inklusive der Felgen gelegen.“

    Dass es bei besagter Altstoff-Sammelstelle Probleme gibt, bestreitet das Stadtoberhaupt nicht. Rabl verspricht sich allerdings eine Besserung: „Nach den Beschwerden von Bürgern haben wir einen Detektiv beauftragt, die Sammelinsel zu überwachen. Es war relativ leicht, den Zeitpunkt einzugrenzen, wann der Mül deponiert wird.“ Nach Angaben des Bürgermeisters sei das immer an Samstagen und Sonntagen gegen 3 und 4 Uhr in der Früh passiert – nach der Sperrstunde von Lokalen.

    Schließlich habe man einen Verursacher definitiv ausfindig machen können. Er sei angezeigt und auch bereits deutlich bestraft worden, sagt Rabl. Es können nicht sein, dass Gastwirte bei den ihrem Lokal nächstgelegenen Altstoffsammelplatz ihren Gewerbemüll entsorgen. Unter Berufung auf das Amtsgeheimnis könne er aber keine Angaben zum Verursacher machen. Rabl sagt nur, dass es ein Gastronom aus der Hafergasse gewesen sei.

    Nein zu Videoüberwachung

    Apropos Datenschutz: „Der stand uns auch im Wege, als wir versucht haben, einen Video-Überwachung bei der Altstoffsammel-Insel zu installieren“, sagt Rabl.

    Friedrich M. Müller, 11.01.2018, 06:29 Uhr

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