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    Trump und "Me Too" ziehen über die Landesgrenze

    Trump und "Me Too" ziehen über die Landesgrenze

    KRONSTORF, ERNSTHOFEN. Am Sonntag findet zum vierten Mal der länderübergreifende Faschingsumzug von Kronstorf nach Ernstofen statt

    Wenn am Wochenende der Fasching das große Finale einläutet, ist in Kronstorf und Ernsthofen Ausnahmezustand angesagt. Der länderübergreifende Faschingsumzug, der alle zwei Jahre stattfindet, setzt sich am Sonntag um 13.57 Uhr nahe der Heiml-Halle an der Hauptstraße in Kronstorf in Bewegung. Etwa 1000 Besucher werden da bereits dabei sein. "Mindestens 30 Wägen sind mit von der Partie und damit mehr als vor zwei Jahren", sagt Josef Kirisits, Obmann des SC Kronsorf, der neben der örtlichen Faschingsgilde sowie dem Musikverein und dem Sportclub Ernsthofen den Umzug organisiert. Auch aus Haag, Enns und anderen Gemeinden aus der Region sind Wägen dabei. Drei Musikkapellen begleiten die Faschingsnarren.

    Prämierung und Disco

    Über die Hauptstraße und die Enns-Brücke führt der Umzug nach Niederösterreich in die Nachbargemeinde Ernsthofen. "Spätestens um 15 Uhr werden die ersten Wägen eintreffen", sagt Alfred Eglseer vom Musikverein Ernsthofen, der für den Karneval in der Gemeinde verantwortlich ist. Mindestens 2000 Besucher werden die Ankunft des Zugs miterleben. Im Anschluss werden in der Turnhalle Ernsthofen die besten Gruppen prämiert und der Tag klingt mit einer Faschings-Disco aus.

    Um die Themen und Maskierungen der Wägen und Narren wird vor dem Umzug ein Geheimnis gemacht. Doch spärliche Informationen sickern doch durch. "Donald Trump wird sicher ein Thema sein, ebenso die ,Me-Too‘-Bewegung", sagt Eglseer. Auch die neue österreichische Regierung wird von den Faschingsnarren vermutlich aufs Korn genommen. "Ich habe davon gehört, dass eine Art Gruselkabinett als Parodie der Regierung mitmarschiert", sagt der Obmann des Musikvereins Ernsthofen.

    Der Faschingsumzug findet übrigens zum vierten Mal länderübergreifend statt. In Ernsthofen hat der Karneval freilich schon lange Tradition. Dort wird seit 1990 im Zwei-Jahres-Rhythmus marschierend Klamauk gemacht.

    Stefan Minichberger, 09.02.2018, 00:04 Uhr

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