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    Schule wurde nach Chlorgasaustritt gesperrt

    Schule wurde nach Chlorgasaustritt gesperrt

    MOLLN. Technisches Gebrechen wird als Ursache vermutet. Hallenbad war vor rund zwei Monaten wieder eröffnet worden.

    Nur rund zwei Monate nach der Wiedereröffnung des Hallenbades im Mollner Schulzentrum wurde gestern in den frühen Morgenstunden von einer Reinigungskraft ein Chlorgasaustritt im Technikraum im Keller bemerkt. Die Frau verständigte gegen 4.40 Uhr sofort den zuständigen Schulwart. Kurz darauf rückten 60 Mann der Feuerwehren Molln, Breitenau, Kirchdorf und Pettenbach an.

    Wir wurden vom Stützpunkt Pettenbach mit Schutzanzügen gegen das giftige und ätzende Chlorgas ausgestattet", sagt Martin Sigl von der Feuerwehr Molln. Die Überwachung der Chlorgasanlage, die dem Stand der Technik entspreche, habe jedenfalls funktioniert. Laut ersten Erhebungen der Polizei dürfte ein technisches Gebrechen zum Gasaustritt geführt haben.

    "Wir haben dann mit Be- und Entlüftungsgeräten das Gas aus dem Raum abgesaugt", sagt Einsatzleiter Armin Steiner. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

    Kurz vor acht waren Volksschule und NMS wieder geöffnet, bis zu diesem Zeitpunkt waren früh ankommende Schüler im Nationalparkzentrum untergebracht worden. Die Nachricht von der Sperre der Schule hatte aber viele Kinder dazu animiert, wieder heimzugehen. "Das war ein Selbstläufer", sagt Bürgermeister Friedrich Reinisch (VP), "die Werte haben zwar wieder gepasst", Vorsicht sei aber immer vernünftig. Daher wurde in der NMS Molln dann auch für den gestrigen Tag schulfrei gegeben.

    Das Mollner Hallenbad war in jüngerer Vergangenheit ein Zankapfel in der Gemeindepolitik. Nachdem das Land Oberösterreich keine Gelder für eine Sanierung des Bades freigegeben hatte, wurde diese von der Bürgerliste und der SP auf eigene Faust in die Wege geleitet. Sie überstimmten dabei den Bürgermeister, seit 12. Jänner ist das Bad wieder offen.

    "Es wird von der Bevölkerung super angenommen", sagt Vizebürgermeister Manfred Hofbauer (SP), der hofft, dass demnächst auch der rund 150.000 Euro teure Einbau eines Edelstahlbeckens möglich sein werde. Ein Anliegen, das auch die Bürgerliste unterstütze, so Fraktionschef Dominik Gasplmayr: "Es wurde bisher nur das Notwendigste gemacht, damit es wieder weitergeht." Rund 90.000 Euro seien in die Sanierung der Wärmepumpe, Rohrleitungen und Elektrik geflossen.

    Gerald Winterleitner, 13.03.2018, 00:04 Uhr

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