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    Ein Derby zum Bundesliga-Start: Steyr will Titelfavorit aus Kirchdorf ärgern

    Ein Derby zum Bundesliga-Start: Steyr will Titelfavorit aus Kirchdorf ärgern

    STEYR, KIRCHDORF. Bei den Kremstalern stehen gleich sechs Spieler der ATP-Top-300 im Kader, bei Steyr zwei.

    Ein Duell auf Augenhöhe sieht zwar für gewöhnlich ein wenig anders aus, prickeln dürfte es beim Bundesliga-Auftakt am Samstag ab 11 Uhr auf der Anlage des UTC Casa Moda Steyr aber gewaltig: Die Hausherren empfangen im Oberösterreich-Derby den TC Kirchdorf. Der Ex-Meister aus dem Kremstal will heuer noch einmal zum großen Coup ausholen und hat aus diesem Grund "ein wenig nachgerüstet", wie Markus Egger erklärt: "Das Doppel war immer unsere Schwäche, die haben wir nun abgelegt. In den Hinterköpfen ist bei uns natürlich, dass wir dieses Ding noch einmal holen und vielleicht auch das Finale bei uns in Kirchdorf spielen."

    Steyr baut auf Oberösterreicher

    Zuerst gilt es jedoch, den Ligaauftakt in Steyr heil zu überstehen. Mit nicht weniger als sechs Spielern, die im ATP-Ranking unter den Top-300 zu finden sind, sollte dies an sich kein Problem sein, haben doch die Steyrer nur deren zwei. Dennoch zeigen die Kirchdorfer Respekt, speziell vor dem Weg, den der UTC seit Jahren eingeschlagen hat. "Ein Derby hat eigene Gesetze und auch Steyr hat extrem aufgerüstet", spricht Egger von einer 50:50-Chance, "aber ich finde ganz toll, dass der UTC immer mit einigen Oberösterreichern spielt und sich dennoch in der Bundesliga hält."

    Ein Ziel, das die Steyrer nach einem intensiven Trainingslager auf Mallorca auch heuer haben. Mit dem 17-jährigen Bayern Johannes Fleischmann wurde ein Rohdiamant geholt, mit dem Italiener Matteo Viola und dem Spanier Michael-Ray Pallares-Gonzales wurden zwei Routiniers verpflichtet. "Wir haben 2008 erstmals in der Bundesliga gespielt", sagt Kapitän Stefan Minichberger, "und wir wollen auch zum zehnjährigen Jubiläum im Oberhaus spielen."

    Leicht wird dieses Unterfangen nicht: Gegner im Grunddurchgang sind mit Kirchdorf und Klosterneuburg zwei Ex-Meister, dazu gesellen sich Vorjahreshalbfinalist Scheibbs und Aufsteiger Harland. "Dieses Match am 3. Juni auswärts könnte richtungweisend werden", sagt UTC-Spieler Dominic Hejhal. Dass die Trauben heuer hoch hängen, weiß auch Ex-Staatsmeister Martin Schneiderbauer: "In dieser Gruppe sind wir Außenseiter, wollen aber die eine oder andere Überraschung liefern."

    Die ersten beiden jeder Gruppe qualifizieren sich fürs "Final4" im September, die anderen kämpfen um den Klassenerhalt. Saisonkarten für die UTC-Spiele gibt es übrigens um zehn Euro im Stüberl.

    In Steyr schlagen zwei Bundesliga-Damenteams auf

    „Wir haben vor acht Jahren mit einem Nachwuchsteam in der untersten Klasse begonnen“, sagt Helmut Ramskogler, Sprecher des ATSV Casa Moda Steyr, „nach fünf Aufstiegen sind wir in der 1. Damen-Bundesliga angekommen.“ Die Entwicklung des Tennisteams rund um Mannschaftsführerin Marion Walter ist sensationell, den Sprung in die höchste Spielklasse haben die Steyrerinnen allerdings der Aufstockung der Liga zu verdanken: zehn Teams spielen in zwei Fünfer-Gruppen.

    In der am Samstag beginnenden Bundesliga spielen damit zwei Teams auf der Rennbahn-Anlage: Neben dem ATSV auch der Meister, das Kornspitz Team OÖ. Während das Verbandsteam zum Auftakt ein Freilos hat, muss der ATSV in Wiener Neustadt antreten. Die Heimpremiere folgt am Donnerstag, 25. Mai, um 11 Uhr gegen Schwechat. Am 27. Mai tritt Steyr in Graz an, ehe am Pfingstmontag, 5. Juni, der Grunddurchgang daheim gegen Wr. Neudorf beendet wird. Ramskogler: „Wir wollen nicht absteigen und hoffen auf einen Platz im Final4.“ Neben Walter schlagen Bettina Pirker, Michaela Pochabova, Nadja Ramskogler, Sarah Wieser, Petra Böhm und Cornelia Hingshammer für Steyr auf.

    Das Kornspitz-Team trifft in Steyr auf ULTV Linz (27. Mai) und Innsbruck (3. Juni, jeweils 11 Uhr).

     

    Gerald Winterleitner, 17.05.2017, 00:04 Uhr

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