• Steyr
    Anrainer beklagen sich: "Es stinkt wieder aus der Altglasaufbereitung"

    Anrainer beklagen sich: "Es stinkt wieder aus der Altglasaufbereitung"

    KREMSMÜNSTER. Es stinkt wieder nach Fäulnis und Verrottung, wenn der Wind aus der falschen Richtung weht.

    Je nachdem, ob Ost- oder Westwind bläst, ist ein anderer Ortsteil der Stiftsgemeinde betroffen, beklagt Anrainer Ludwig E.: "Wir führen jetzt genau Buch. Wenn es nicht bei uns stinkt, dann im Viertel gegenüber, wo auch ein Betroffener jetzt die Geruchsbelastung aufzeichnet."

    Als Emittenten haben die Nachbarn wieder die Altglasaufbereitung der Firma Vetropack im Visier. Vergangenes Jahr, vor der Landesgartenschau, drängte auch die Marktgemeinde auf eine Aufklärung. Die Vetropack hat damals eingeräumt, dass ihre neue Flaschen- und Altglasreinigung noch nicht funktionierte und die heikle Technik noch Kinderkrankheiten hatte. Zur Eröffnung der Schau war dann die Luft rein und die Geruchsbelästigung durch die Altglasanlage schien endgültig beseitigt. Nach einem Informationsabend im Werk ging man guter Dinge auseinander.

    Bis es Mitte Jänner nach Wahrnehmung der Nachbarn wieder aus der Recyclinganlage der Glasfabrik übel zu riechen angefangen hat. "Das Problem ist zurück", befürchtet Anrainer Ludwig E. Auch Bürgermeister Gerhard Obernberger (VP) will das Thema bei einem Gespräch mit der Werksführung wieder anschneiden: "Unsere Bürger bilden sich die neuerliche Geruchsbelästigung nicht bloß ein."

    Vorweg hat die Vetropack einen Rundbrief an ihre Anrainer geschickt, der allerdings mehr verwirrt als er zur Klärung beiträgt. Die Glasrecyclingfirma kündigt in dem Schreiben an, dass sie mit "Kalenderwoche 6" mit Wartungsarbeiten bei der UV-Anlage beginnen würde. Während des Stillstandes könne es zu Geruchsbelästigungen kommen. Das Problem daran ist nur, dass es in den Nasen der Anwohner schon zu stechen begonnen hat, weit bevor die Sanierungsarbeiten an der UV-Anlage begonnen wurden. Die Beantwortung einer an ihn gerichteten Anfrage der OÖNachrichten, musste Werksleiter Thomas Poxleitner an die Medienstelle des Konzernes in Pöchlarn abtreten. Diese ließ wissen, dass "wir keinen Geruch wahrnehmen und es auch keinerlei Pannen bei unserer Scherbenaufbereitungsanlage gibt". Alles paletti also bei den Glasrecyclern? "Im gegenständlichen Fall können wir jedoch die Ihnen berichteten Geruchsbelästigungen nicht nachvollziehen. Die Anlage funktioniert einwandfrei", stellte Pressesprecherin Andrea Petrasch klar. Es habe bei der Scherbenaufbereitung keinerlei Pannen gegeben. Anrainer und Gemeinde wollen jetzt dennoch für weitere Schritte die Luftgüte erneut überprüft wissen.

    Hannes Fehringer, 08.02.2018, 00:04 Uhr

    Mehr Steyr
    Steyr Übersicht
    Zurück Zum Seitenanfang